Mittwoch, 16. März 2016

Vorwurf der fahrlässigen Tötung: Arzt freigesprochen

Ihm wurde der Tod eines Krebs-Patienten zu Lasten gelegt, man warf ihm Nachlässigkeit vor. Nun wurde ein Arzt des Brunecker Krankenhauses von den Anklagen freigesprochen.

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Foto: © shutterstock

Sechs Jahre liegt der Fall zurück: Ein 53-jähriger Mann war im Jahr 2010 nur 10 Monate nach einer vom Angeklagten durchgeführten Visite an Krebs gestorben.

Die Hinterbliebenen warfen dem Arzt Nachlässigkeit vor und glaubten an einen Kunstfehler. Er habe die Computertomografie des Patienten nicht sorgfältig überprüft, weshalb dieser nicht über seine Erkrankung informiert wurde.

Staatsanwalt Andrea Sacchetti hatte 9 Monate Haft gefordert, der Verteidiger des Arztes den Freispruch. Immerhin habe sich der Patient weder seinen CT-Bericht abgeholt noch weitere Tests gemacht, auch sei er nicht zur zystologischen Visite erschienen. Patienten hätten ein gewisses Maß an Selbstverantwortung.

Am Mittwoch fällte Richter Stefan Tappeiner dann ein Urteil: Er sprach den Arzt von der Anklage frei, es bestehe keine Straftat.

In 90 Tagen liegt die Urteilsbegründung vor.

stol

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