Freitag, 26. Februar 2021

Vorwurf: Die eigene minderjährige Tochter geschwängert

Ein schrecklicher Fall von Missbrauch in der Familie beschäftigt derzeit die Justiz. Ein 51-jähriger Südtiroler soll über Jahre hinweg seine minderjährige Tochter missbraucht haben. Seine Frau soll über die Vorfälle in Kenntnis gewesen sein und dennoch nichts unternommen haben. Ans Tageslicht kam der Fall erst, als das Mädchen schließlich schwanger wurde.

Mit einem schockierenden Fall beschäftigt sich derzeit das Bozner Landesgericht.
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Mit einem schockierenden Fall beschäftigt sich derzeit das Bozner Landesgericht. - Foto: © shutterstock
Begonnen haben soll das Martyrium durch ihren Vater für die heute 17-Jährige im Alter von 14 Jahren. Zu jener Zeit soll der 51-Jährige sie erstmals missbraucht haben.

Seit 2018 soll auch die Ehefrau des mutmaßlichen Täters darüber in Kenntnis gekommen sein. Unternommen haben soll die Frau laut Anklage aber nichts gegen den Missbrauch der Tochter. Im Gegenteil: Der 51-Jährige soll sogar mit dem Einverständnis seiner Frau das Ehebett mit der gemeinsamen Tochter geteilt haben.

Aufgeflogen ist der Missbrauchsfall schließlich Anfang 2019. Damals soll das Mädchen sich mit seiner Mutter an den Frauenarzt gewandt haben. Der Grund: Die mittlerweile 16-Jährige war von ihrem Vater schwanger. Wenige Wochen später erfolgte die Abtreibung des durch den Missbrauch entstandenen Ungeborenen.

Der Fall wurde umgehend ans Bozner Jugendgericht gemeldet. In der Folge nahm die Polizei Ermittlungen auf. Schließlich wurde der 51-Jährige festgenommen.

Am Donnerstag hätte sich der 51-Jährige wegen der schweren Vorhaltungen am Bozner Landesgericht in der Vorverhandlung verantworten müssen. Richterin Carla Scheidle vertagte die Verhandlung aber sofort.

em