In Wirtschaftskreisen ist Amonn als Unternehmer (Amonn Gruppe) bekannt, oft in den Schlagzeilen stand er in seinen sechs Jahren als Präsident der Südtiroler Sparkasse. Insgesamt 26 Jahre lang war er dem Institut treu gewesen, hatte sich vor allem darum bemüht, der Bank ein modernes, jüngeres Gesicht zu geben. Vieles ist ihm in der Bank gelungen. "Despar" nach Südtirol gebrachtVorausschauend hat Amonn in den 1960-er-Jahren gehandelt, als er die Marke „Despar“ ins Land brachte. 1963 wurde der erste Supermarkt der Kette in Bozen eröffnet.Spuren in seinem Leben und jenem seiner Familie hinterlassen hat seine Entführung am 18. Dezember 1977. Nach einem Hockeyspiel in Bozen wurde er auf der Heimfahrt aus dem VW Käfer seiner Frau gezerrt. Er wehrte sich heftig, bis er das Bewusstsein verlor. 61 Tage lang war er in der Gewalt seiner Entführer – angekettet an ein Bett in einer Wohnung in Mailand. Er konnte sich nur aufsetzen, bekam zu trinken und zu essen – aber auch Zigaretten wurden auf seinem Bein ausgedrückt, er wurde zum Kokainkonsum gezwungen. Die Entführer ließen ihn dann gegen die Zahlung einer hohen Lösegeldsumme frei – damals zwei Milliarden Lire. Sie gaben ihm genug Geld, um mit dem Taxi nach Bozen zu gelangen.„Ich fuhr nach Hause, bin dort über den Zaun geklettert und habe geläutet“, erzählte Amonn. Eineinhalb Jahre brauchte er, um ins Leben zurückzufinden. Er verkaufte Wertgegenstände und eine Eigenjagd, um das Lösegeld an die Banken zurückzuzahlen._____________________________Mehr über Ander Amonn lesen Sie in der Montag-Ausgabe der "Dolomiten".