„Zum Glück gibt es keine Toten, nur Leichtverletzte“, sagte Innenminister Matteo Salvini. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge wurden 10 Menschen durch herabfallende Trümmerteile verletzt.Seit Beginn der neuen Aktivität des Vulkans am 23. Dezember wurden etwa 60 Beben registriert, die stärker als 2,5 waren, wie das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie mitteilte. Der Ätna gehört zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Es kommt immer wieder zu kleineren und größeren Eruptionen.Die größten Schäden richteten die Beben in Zafferana Etnea an. Putz bröckelte von Fassaden, Mauern von Häusern stürzten ein. Stark beschädigt wurde auch eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert. Viele Menschen verbrachten die Nacht im Freien oder übernachteten im Auto. In einer Kirche in Acireale stürzte auch die Statue des Heiligen Emidio, des Beschützers vor Erdbeben, vom Sockel. - Foto: AnsaWegen möglicher Schäden an der Fahrbahn wurde die Autobahn zwischen Catania und Messina streckenweise gesperrt. Der Flughafen Catania rief Reisende deshalb auf, für die Anfahrt mehr Zeit einzuplanen. Der Ausbruch des Ätnas hatte in den vergangenen Tagen zeitweise auch den Flugbetrieb beeinträchtigt. Am Mittwoch gab es zunächst keine Einschränkungen, teilte der Flughafen auf Twitter mit.Die neue Aktivität des Vulkans sorgte für spektakuläre Bilder, etwa von glühend heißer Lava in der Dunkelheit. Den italienischen Vulkanologen zufolge hat sich durch die Eruption ein zwei Kilometer langer Spalt am Ätna aufgetan. Der Vulkan ist mehr als 3300 Meter hoch und damit einer der höchsten Europas.dpa