Montag, 29. Juni 2015

VZS: Ist Fruchtzucker wirklich gesünder?

In der Lebensmittelherstellung wird verstärkt mit Fruchtzucker als Alternative zum herkömmlichen Haushaltszucker geworben. Ärzte geben allerdings bedenken, wie die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) berichtet.

In zahlreichen Obst- und Gemüsesorten ist Fruchtzucker vorhanden, doch wie gesund ist er wirklich?
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In zahlreichen Obst- und Gemüsesorten ist Fruchtzucker vorhanden, doch wie gesund ist er wirklich? - Foto: © shutterstock

Fruchtzucker gilt als gesund und natürlich. Durch viele Früchte- und Gemüsesorten wird er täglich verzehrt.

In der Lebensmittelherstellung bewegt sich der Trend immer mehr dorthin, Fruchtzucker anstatt Haushaltszucker zu verwenden.

Besonders Firmen der Soft- und Wellnessdrinks, Fitnessriegel und Milcherzeugnisse werben mit Fruchzucker als gesündere und natürlichere Lösung.

Doch der Schein trügt, wie die VZS berichtet. Fruchtzucker, auch als Fruktose bekannt, wirke sich bei einer zu großen konsumierten Menge negativ auf den Körper aus. Fettstoffwechselstörungen, Insulinresistenzen und Fettleibigkeit können die Folgen sein.

Bereits 35 Gramm pro Mahlzeit gelten als bedenklich. In Getränken finden sich häufig sogar bis zu 40 Gramm Fruchtzucker pro Liter.

Selbst ein Becher Joghurt mit geringem Zuckeranteil enthält 15 Gramm Fruktose.

Laut den Experten der VZS sei besondere Vorsicht bei Verpackungsaufschriften wie "wenig Zucker" oder "mit Traubenfruchtsüße" gäben indirekte Hinweise auf einen erhöhten Fruktoseanteil.

Der Konsum sollte deshalb auch hier in Maßen gehalten werden.

stol

stol