Unter den Beschuldigten sind nach Behördenangaben 14 Minderjährige und drei Erwachsene. Die Ermittlungen waren durch die Beobachtung rechtsextremistischer Aktivitäten in sozialen Netzwerken ins Rollen gekommen. Dabei gerieten zwei Gruppen in den Fokus der Ermittler.<BR /><BR />Den Verdächtigen wird vorgeworfen, Propagandamaterial und Schriften rechtsextremistischer Attentäter verbreitet und Videos von Terroristen geteilt zu haben. Dabei sollen deren Taten teilweise verherrlicht worden sein. Außerdem geht es um rassistische und antisemitische Inhalte, Holocaustleugnung sowie nationalsozialistische und faschistische Symbolik. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1364508_image" /></div> <BR /><BR />Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass innerhalb der untersuchten Gruppen auch Anleitungen zum Bau improvisierter Sprengvorrichtungen und Informationen zum Umgang mit Waffen verbreitet worden sein sollen. Die Ermittler berichten zudem von Online-Spielen, in denen Gewalt gegen ethnische Minderheiten dargestellt worden sei. Ein Teil der Beschuldigten soll der privaten Gruppe „Chat del Nuovo Ordine Europeo“ angehört haben. Dort seien unter anderem antisemitische Inhalte, Holocaustleugnung sowie Schriften und Materialien rechtsextremistischer Attentäter verbreitet worden.<BR /><BR />Andere Verdächtige sollen an der Gruppe „F.F.I. - Fronte Fascista Italiano“ beteiligt gewesen sein. Nach Angaben der Ermittler wurden dort rassistische und antisemitische Beiträge, Videos von Hinrichtungen und Massakern sowie Propaganda der rechtsextremistischen Gruppierung „The Base“ geteilt.<BR /><BR />Die Durchsuchungen fanden in mehreren Teilen Italiens statt. Beteiligt waren unter anderem Einsatzkräfte in Rom, Como, Catanzaro, Bologna, Mailand, Reggio Emilia, Benevento, Genua, Udine, Palermo und Trient. <BR />Die Operation wurde vom Carabinieri-Spezialkommando ROS gemeinsam mit weiteren Carabinieri-Einheiten und Polizeikräften durchgeführt. Die Ermittlungen erfolgten im Auftrag der Staatsanwaltschaften in Rom und Venedig.Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Ermittler nach eigenen Angaben Messer und andere Waffen, Gegenstände mit nationalsozialistischer Symbolik sowie zahlreiche elektronische Geräte. Diese sollen für die Verbreitung der untersuchten Inhalte genutzt worden sein.<BR /><BR />Gegen die Verdächtigen wird unter anderem wegen des Verdachts der Anstiftung zu Straftaten, der rassistisch, ethnisch oder religiös motivierten Propaganda und Anstiftung sowie wegen möglicher Straftaten im Zusammenhang mit der Ausbildung für terroristische Zwecke ermittelt.