In einer ersten E-Mail waren die Mitgliedsorganisationen darüber informiert worden, dass das Schiedsgericht mit dem Wahl-Chaos befasst wurde und innerhalb von 60 Tagen eine Entscheidung treffen werde. Strittig ist nämlich, wer aus der Wahl als Vorsitzende/r hervorgegangen ist: Tanja Rainer mit drei Stimmen, obwohl sie vor dem notwendig gewordenen zweiten Wahlgang ihre Kandidatur zurückgezogen hatte. Oder Matthias von Wenzl, der zwei Stimmen erhalten hatte und von der Wahlleitung als neuer Vorsitzender benannt worden war. <h3>Ist das überhaupt ein Fall für das Schiedsgericht?</h3>Abgebrochen wurden die Wahlen zum Vorstand dann bei der Wahl des Stellvertreters, als der einzige Kandidat für dieses Amt ebenfalls seine Kandidatur zurückgenommen hatte. Der Ruf nach dem Schiedsgericht wurde laut. Doch ist das überhaupt ein Fall für das Schiedsgericht? Dort scheint man selbst Zweifel zu haben, jedenfalls teilte das Schiedsgericht nach seiner ersten Sitzung mit, man werde innerhalb von 60 Tagen eine Empfehlung abgeben. <BR /><BR />Durchaus nicht allen Vorsitzenden der Mitgliedsorganisationen ist der Unterschied zwischen den Begriffen aufgefallen. Und so ist es dann wohl auch zu erklären, dass ein eigentlich geplantes Treffen der Mitgliedsorganisationen, in dem man sich abstimmen wollte, verschoben wurde. Es wurde beschlossen, abzuwarten, bis das Schiedsgericht entschieden (!) habe. Doch so einfach dürfte es nicht werden. Denn, wenn das Schiedsgericht wie angekündigt eine Empfehlung abgibt, ist diese als solche nicht bindend, was nicht allen Vertretern der Mitgliedorganisationen bewusst zu sein scheint. <h3> Keiner weiß, wie es weitergeht</h3>Es muss also entschieden werden, was dann mit der Empfehlung zu tun ist. Folgt man ihr oder nicht? Und wer entscheidet das? <BR /><BR />Ein kleiner Rundruf bei einigen Vertretern der Organisationen, die allesamt nicht genannt werden wollen, zeigt: Keiner weiß, wie es weitergeht. Eine klare Kommunikation aus dem Büro des Jugendringes zum weiteren Vorgehen habe es nicht gegeben. Auch eine Pressemitteilung des weitgehend mit öffentlichen Geldern finanzierten SJR ist dazu nicht rausgegangen – und auf Nachfrage der „Dolomiten“ bei der derzeitigen Vorsitzenden Tanja Rainer gab es bis Redaktionsschluss ebenfalls keine Auskunft.