Der derzeitige Senatswahlkreis Bozen (Unterland) ist so gut wie Geschichte. Bereits im Abgeordnetenhaus waren Unterlandler und Überetscher Gemeinden auf Initiative des Abgeordneten Alessandro Urzì (Fratelli d'Italia) dem Wahlkreis Meran zugeordnet worden. Damit würde sich das Verhältnis zugunsten der italienischen Sprachgruppe verschieben. In den letzten Wochen gab es darüber hitzige Diskussionen, vor allem innerhalb der Südtiroler Volkspartei. <BR />Meinhard Durnwalder und Julia Unterberger erhielten daher den Auftrag, im Senat zu intervenieren. Per Streichungsantrag sollte die Entscheidung des Abgeordnetenhauses rückgängig gemacht werden. Der Antrag liegt auf, „doch die Aussicht auf Erfolg ist gering“, meint Senator Durnwalder. <BR />Besser steht es um die Bemühungen, Branzoll zusammen mit den übrigen Unterlandler und Überetscher Gemeinden dem Wahlkreis Meran zuzuschlagen. Die Koalitionsparteien (Fratelli d'Italia, Forza Italia und Lega) wollen einen mehrheitlich italienischen Wahlkreis aus den Städten Bozen und Leifers sowie Pfatten und Branzoll einrichten. Dazu liegt auch ein positives Gutachten der Staatsregierung vor. <h3> Hoffen auf anderes Ergebnis</h3>Durnwalder möchte auch Branzoll zu Meran schlagen und meint: „Wir werden sehen, ob die Verhandlungen am Vormittag noch ein anderes Ergebnis bringen können.“ <BR />Eher positiv gestimmt ist der SVP-Senator beim zweiten Ansinnen. Es geht dabei um die Wahl zum Abgeordnetenhaus. Derzeit wäre für die SVP auf regionaler Ebene eine Sperrklausel von 20 Prozent vorgesehen, um bei der Vergabe der Mandate im Verhältniswahlkreis berücksichtigt zu werden. <BR />Die SVP hat zwei Änderungsvorschläge unterbreitet. „Erobert die Liste der sprachlichen Minderheit ein Direktmandat, fällt die Hürde automatisch“, erklärt Durnwalder. Geht dieser Vorschlag nicht durch, schlägt die SVP vor, die regionale Sperrklausel von 20 auf 15 Prozent zu senken. Die Gespräche dazu mit der Staatsregierung bezeichnet Durnwalder jedenfalls als „konstruktiv“.