<b>von Karl Tschurtschenthaler</b><BR /><BR />Zugetragen hat sich der Fall bereits vor einiger Zeit, wie Josef Rieper erklärt. Ihm gehört das Wegkreuz am Riedinger Weg. „Und es war leider nicht zum ersten Mal, dass so etwas vorgefallen ist.“ Bereits zum dritten Mal sei an dem geschnitzten Herrgott mutwillig Schaden angerichtet worden.<BR /><BR />Vom Täter oder von den Tätern der bisher letzten Zerstörung fehlt bisher jede Spur. Passanten wollen 3 Jugendliche oder junge Männer gesehen haben. Ob es sich dabei aber um die Täter handelt, ist unklar. Von der Untat selbst gibt es nämlich keine Augenzeugen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1057050_image" /></div> <BR />Der Vandalenakt geschah allem Anschein nach spätabends und unter Alkoholeinfluss. „Im Feld haben wir nämlich Bierflaschen gefunden“, sagt Rieper. Dem Christuskörper am Wegkreuz wurden jedenfalls brutal die Arme und Beine abgerissen, sodass nur mehr der Rumpf des Gekreuzigten hängen blieb. Die heruntergerissenen Holzteile lagen neben dem Wegkreuz und im nahen Feld verstreut.<BR /><BR />Josef Rieper hat es indes wie bei den vorigen Malen gemacht: Er hat den übel zugerichteten Corpus abgenommen, alle Teile, die er finden konnte, eingesammelt und alles wieder zusammengeleimt. „Leider konnte ich nicht alle Teile finden. Die Finger fehlen jetzt“, erklärt er – und hofft, dass die Täter gefunden werden können oder dass diese sich selbst bei ihm melden. Es gehe nicht um den materiellen Schaden, sondern vielmehr um den religiösen. „Es ist furchtbar, dass die Leute vor dem Herrgott keine Achtung mehr haben“, meint Rieper.