Der Bürgermeister von Waidbruck, Philipp Kerschbaumer, und der Präsident der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, Walter Baumgartner, eröffneten den Infoabend um die Bauarbeiten der BBT-Zulaufstrecke Franzensfeste-Waidbruck im südlichen Bereich. Auch Bürger der umliegenden Gemeinden waren gekommen, ebenso die Bürgermeister von Lajen, Barbian und Völs am Schlern, Stefan Leiter, Erich Mur und Othmar Stampfer. Alexander Überbacher und Martin Ausserdorfer, der Präsident und Direktor der BBT-Beobachtungsstelle, RFI-Projektleiter Francesco Demozzi und der Bauleiter von Italferr Massimiliano Pempori erklärten das Projekt.<BR /><BR />Zuerst wurde ein Überblick über das Gesamtprojekt und die getätigten Genehmigungsschritte gegeben. Dabei war die Anwendung der funktionalen Ausschreibung und die Verbesserungen, welche die Baufirma im Ausführungsprojekt – auch auf Vorschlag der Gemeinden – eingearbeitet hat, zentraler Punkt.<h3>Das erwartet Waidbruck</h3>Der Grödner Tunnel der Zulaufstrecke, bzw. die Tunnelröhre für die Fahrtrichtung nach Süden, wird nördlich des Bahnhofs Waidbruck-Lajen an die Oberfläche treten und in die Bestandsstrecke einmünden, das Gleis für die Fahrt Richtung Norden 500 Meter versetzt (Höhe Schönauerhof). <BR /><BR /><embed id="dtext86-67315915_listbox" /><BR /><BR />Ausserdorfer zeigte auf, dass der gesamte Bahnhofsbereich mit architektonisch anspruchsvoll gestalteten Lärmschutzwänden ausgestattet werden wird. Ein Großteil der Strecke werde überdacht, sodass die Vorschriften zur Lärmreduzierung eingehalten werden. „Dadurch wird sich die Lärmsituation im Vergleich zu heute wesentlich verbessern“, betonte Ausserdorfer. Der Transport von Ausbruchmaterial durch Waidbruck sei nicht zugelassen. Der Tunnelvortrieb erfolge wie vorgeschrieben von Norden Richtung Süden. <BR /><BR />Der Zeitplan sieht laut Ausserdorfer vor, dass 2025 die technischen Installationen am Bahnhof durchgeführt und von 2026 bis 2028 die Schutzwände errichtet werden. Aufgrund des geringen Platzes sei die Durchführung der Arbeiten sensibel und komplex. Ebenso errichtet werde die von der Gemeinde Barbian geforderte Lärmschutzwand im Abschnitt vom Schlerntunnel bis zur bestehenden künstlichen Einhausung.<h3> Schönauerhof bereits abgerissen</h3>Der Schönauerhof ist bereits abgebrochen und verlegt. Die Materialtransporte für die dort vorgezogenen Arbeiten erfolgen auf Basis der Vorschriften der Gemeinden über die Grödnerstraße. Um die bestehende Bahnlinie queren zu können, wird beim ehemaligen Schönauerhof eine Überführung errichtet. Im gesamten Abschnitt werden laut Ausserdorfer Steinschlagschutzmaßnahmen zwischen den Autobahnpfeilern umgesetzt.<BR /><BR />Da in Waidbruck nach Fertigstellung der Zulaufstrecke die 4 Gleise auf die 2-gleisige Bestandsstrecke reduziert werden, merkten einige Zuhörer die Wichtigkeit einer Fortsetzung des 4-gleisigen Ausbaus bis Blumau an. Ausserdorfer erklärte, dies sei eine Frage der Finanzierung und erst ab 2030 Thema. Bautechnisch werde bereits alles so konzipiert, dass der Vortrieb für den Weiterbau der Tunnel bis Blumau direkt im Berg weitergeführt und somit die Verbindung mit der Umfahrung Bozen hergestellt werden kann.