Unabhängig von der derzeit laufenden Diskussion gilt bekanntlich die Verpflichtung, dass bellende Vierbeiner in ein DNA-Register eingetragen werden müssen. „Dieses Landesgesetz ist nach wie vor in Kraft und bis zur Genehmigung des von mir vorgelegten Gesetzentwurfs wird sich daran auch nichts ändern“, sagt Walcher. „Dies haben viele anscheinend nicht auf dem Radar.“ <BR /><BR />Im Klartext: Wird die neue Walcher-Steuer, die die DNA-Registerpflicht ablösen würde, nicht vor dem 31. Dezember 2025 im Landtag genehmigt, dann sollten sich 26.994 Hundehaushalte auf Strafen gefasst machen. Diese liegen zwischen 292 und 1040 Euro. Der Landesrat findet es mehr als erstaunlich, dass sich südtirolweit 71 Prozent der Hundebesitzer nicht an geltende Regeln halten, obwohl das Schuler-Gesetz über Wochen und Monate ebenfalls heiß diskutiert wurde. <BR /><BR />Ob sein Vorschlag noch innert 2025 im Landtag zur Diskussion kommt, das wird sich in den kommenden Wochen weisen. Vorerst wird die Idee neuerlich eingehend SVP-intern diskutiert und dann mit den politischen Partnern. „Ich bin zuversichtlich, dass die Sache bis Ende des Jahres steht“, sagt Walcher. <BR /><BR />Seine Idee ist im Übrigen nicht neu. Bereits Vorvorgänger Hans Berger brachte ein Hundesteuergesetz ein. Das ist mittlerweile bereits 15 Jahre her. „Es war im Rahmen der Haushaltsdebatte“, erinnert sich Berger. Nachdem der damalige Union-für-Südtirol-Abgeordnete Andreas Pöder Hunderte von Abänderungsanträgen eingereicht hatte, zog Berger seinen Vorschlag zurück. Damit war die Sache vom Tisch. Dass diese Idee neuerlich aufs Tapet kommt, befürwortet der Ex-Landesrat. „Die Ortstaxe für Touristen-Hunde sehe ich nicht realistisch“, sagt er. Der langjährige SVP-Politiker ist selbst Hotelier und hat in seinem Betrieb klare Regeln für die vierbeinigen Gäste.<BR /><BR />„Für etwaig anfallende Putzdienste muss ein Obolus entrichtet werden“, berichtet er. Dass immer mehr Urlauber mit Hunden unterwegs sind, ist offensichtlich, dementsprechend häufig findet man entlang der Spazier- und Wanderwege das eine oder andere Hundstrümmerl. „In unmittelbarer Umgebung meines Hotels habe ich sogenannte Sacklboxen aufgestellt mit den entsprechenden Müllkübeln. Das zeigt Wirkung. Schwarze Schafe gibt es leider immer wieder“, sagt Berger.