Donnerstag, 26. Juli 2018

Waldbrände in Griechenland: Zahl der Toten auf 82 gestiegen

Bei den verheerenden Waldbränden in Griechenland sind nach neuen Angaben 82 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte Feuerwehrsprecherin Stavroula Maliri am Donnerstag mit.

Unter den Toten sind auch mehrere Touristen.
Unter den Toten sind auch mehrere Touristen. - Foto: © APA/AFP

Die Suche nach möglichen weiteren Opfern dauere an. Noch immer würden zahlreiche Menschen vermisst.

Unter den Toten sind auch mehrere Touristen. Nach Behördenangaben kam ein junger Ire in den Flammen ums Leben, der sich in den Flitterwochen befand. Britischen Medienberichten zufolge starb er in seinem Auto im Ferienort Mati in der Nähe von Athen. Seine Frau entkam demnach zwar den Flammen, wurde aber mit Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Unter den Toten sind zudem drei weitere Touristen: Eine Mutter und ihr Sohn aus Polen sowie ein Belgier, dessen Tochter überlebte.

„Wir werden jedes Haus durchsuchen“

Die Suche nach den Vermissten in den zerstörten Häusern im Raum der Ferienorte Mati, Rafina, Nea Makri und Neos Voutzas dauere an. „Wir werden jedes Haus durchsuchen“, sagte die Sprecherin im Fernsehen. Die Brände, die bewohnte Gebiete bedrohen könnten, seien unter Kontrolle oder vollständig gelöscht.

Unterdessen wird an der Identifizierung der Opfer gearbeitet. Verwandte geben DNA-Proben im Leichenschauhaus von Athen ab. Die Zahl der Vermissten wird auf etwa 30 geschätzt. Die Polizei geht davon aus, dass mit der Identifizierung der Leichen Klarheit über die genaue Zahl der Vermissten herrschen wird.

Hunderte Häuser zerstört

Bei den verheerenden Waldbränden im Osten Athens sind außerdem Hunderte Häuser schwerbeschädigt oder vollständig zerstört worden. Nach einer ersten Bilanz haben staatliche Ingenieure 2.489 Häuser im Raum der Urlaubsgebiete Mati, Rafina und Neos Voutzas kontrolliert. Davon seien 1.218 (knapp 49 Prozent) unbewohnbar.

Die Zahlen veröffentlichten am Donnerstag der staatliche griechische Rundfunk (ERT) und die halbamtliche Nachrichtenagentur (ANA-MPA) unter Berufung auf das Infrastrukturministerium. Die Kontrollen werden in den nächsten Tagen fortgesetzt. Tausende Häuser müssen noch geprüft werden, hieß es seitens der Kommunalbehörden der betroffenen Regionen.

apa

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stol