Montag, 05. Juli 2021

Waldbrände in Kanada – Armee hilft im Kampf gegen Feuer

Im Kampf gegen die Waldbrände im Westen Kanada erhält die Provinz British Columbia jetzt Luftunterstützung von der Armee.

Luftaufnahme eines Infernos am Sparks Lake in Kanada.
Luftaufnahme eines Infernos am Sparks Lake in Kanada. - Foto: © APA/BC Wildfire Service / -
Wie der Minister für öffentliche Sicherheit, Bill Blair, am Sonntag auf Twitter mitteilte, kommt die Regierung damit einer Bitte der Provinzregierung nach. Die Luftwaffe wird nach Angaben seines Ministeriums nun zwei Wochen lang den Transport von Einsatzkräften und Ausrüstung in die Waldbrandgebiete unterstützen und auch bei möglichen Evakuierungen helfen.

Verteidigungsminister Harjit Sajjan hatte schon am Freitag den Aufbau eines Einsatzzentrums in Edmonton in der Nachbarprovinz Alberta angekündigt. Die bis zu 350 Soldaten sollen die Einsatzkräfte demnach logistisch beim Kampf gegen die Waldbrände unterstützen.

Am Sonntag loderten in British Columbia nach Angaben der Provinzbehörden noch mindestens 184 Waldbrände. 41 dieser Brände brachen demnach erst in den vergangenen zwei Tagen aus, häufig waren Blitzeinschläge nach einer beispiellosen Hitzewelle die Ursache.
Besonders schlimm wurde die Ortschaft Lytton rund 250 Kilometer nordöstlich von Vancouver getroffen. Das 250-Einwohner-Dorf wurde fast vollständig von den Flammen zerstört, mindestens 2 Menschen kamen ums Leben.

Der Dorfbewohner Jeff Chapman hatte schon vor Tagen im Sender CBC berichtet, seine Eltern seien tödlich verunglückt, als ein Strommast auf ihr Haus in Lytton gekracht sei. Die Behörden bestätigten ihren Tod aber erst am Samstagabend, nachdem Ermittler das ausgebrannte Dorf betreten konnten. Vor dem Brand war in Lytton ein landesweiter Temperaturrekord von 49,6 Grad Celsius gemessen worden.

apa

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