Montag, 20. Juni 2016

Waldbrand auf Zypern und Hitzewelle in Griechenland

Auf der Mittelmeerinsel Zypern tobt ein großer Waldbrand. Die Flammen bedrohen mehrere Dörfer in der Region Solea- Evrychou am Fuße des Berges Troodos. Wie der staatliche Rundfunk am Montagnachmittag berichtet hat, seien die Flammen teils unter Kontrolle gebracht worden. Die Gefahr sei aber weiterhin groß. Fünf Feuerwehrleute wurden verletzt.

Auf Zypern tobt ein heftiger Waldbrand.
Auf Zypern tobt ein heftiger Waldbrand. - Foto: © LaPresse

An den Löscharbeiten waren drei Löschflugzeuge aus Israel und zwei aus Griechenland sowie neun zypriotische Hubschrauber beteiligt.

„Die Nacht wird sehr schwierig sein. Wir befürchten ein erneutes Aufflammen“, sagte Andreas Nikolaou von der Feuerwehr im Fernsehen.
Der Brand auf Zypern wurde nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr versehentlich von einem Buben entfacht, wie das Staatsradio meldete. In der Region ist es um die 40 Grad heiß und extrem trocken. Touristische Gebiete sind derzeit nicht bedroht.

Waldbrand auch auf Rhodos

Auf der griechischen Insel Rhodos gelang es der Feuerwehr, einen Waldbrand unter Kontrolle zu bringen. Wie Reporter örtlicher Medien berichteten, seien in der Region der Ortschaft Apolakkia etwa 2.500 Hektar Wald und landwirtschaftlich genutztes Land zerstört worden.

Auch in Griechenland herrschen zurzeit Temperaturen um die 40 Grad. Bereits am Wochenende waren auf Rhodos mehrere kleinere Ortschaften vorübergehend evakuiert worden. Auch hier waren Feriengebiete nicht gefährdet, wie es hieß.

Hitzewelle in Griechenland

In der Hauptstadt Athen zeigten die Thermometer am Montag bereits um 8 Uhr morgens Werte von mehr als 30 Grad. Mit einer leichten Abkühlung und Höchsttemperaturen von etwa 36 Grad werde erst ab Mittwoch gerechnet, sagten Meteorologen im griechischen Fernsehen.

Gleichzeitig ist die Luft schlecht, zumal in den Ballungsgebieten Windstille herrscht. Die Ozonwerte überschritten am Montag zum zweiten Tag in Folge mit 250 Mikrogramm pro Kubikmeter im Norden Athens deutlich die Alarmgrenze.

apa/dpa

stol