Sonntag, 25. Juni 2017

Waldbrand im Süden Spaniens: 2000 Menschen in Sicherheit gebracht

Rund 2000 Menschen sind im Südwesten Spaniens wegen eines schweren Waldbrandes in Sicherheit gebracht worden.

Rund 2000 Menschen sind im Südwesten Spaniens wegen eines schweren Waldbrandes in Sicherheit gebracht worden. - Foto: Screenshot Reuters Video
Rund 2000 Menschen sind im Südwesten Spaniens wegen eines schweren Waldbrandes in Sicherheit gebracht worden. - Foto: Screenshot Reuters Video

In der betroffenen Region um die Gemeinde Moguer in der Provinz Huelva seien am Sonntag unter anderem ein Campingsplatz, eine Landherberge und mehrere kleine Dörfer evakuiert worden, teilten die Behörden mit. Das Feuer war am Samstagnachmittag aus noch unbekannter Ursache ausgebrochen. Rauchsäulen waren am Sonntag weithin sichtbar. Mehrere Landstraßen wurden gesperrt. Verletzte seien vorerst nicht gemeldet worden, hieß es.

Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Bei der Bekämpfung der Flammen waren nach Angaben der Chefin der Regionalregierung von Andalusien, Susana Díaz, am Sonntagabend rund 550 Feuerwehrmänner und Militärs mit 21 Löschflugzeugen und Hubschraubern im Einsatz. Die Löscharbeiten würden von wechselnden, sehr warmen Winden behindert. Absichtliche oder fahrlässige Brandstiftung werde nicht ausgeschlossen, betonte sie. Díaz versicherte, Menschen seien nicht in Gefahr. Die gefährlichste Feuerfront bedrohe aber den Nationalpark Doñana.

Nicht unweit eines Badeorts

Das Feuer wütete unter anderem unweit von Mazagón. Der kleine Badeort wird vor allem von Rentnern besucht, die inzwischen alle in Sicherheit sind. Zum Ausmaß der betroffenen Fläche in einem Wald aus Pinien und Gesträuch konnten vorerst keine Angaben gemacht werden. In Spaniens Nachbarland Portugal war vor einer Woche ein Waldbrand ausgebrochen, bei dem nach offiziellen Zahlen 64 Menschen starben und mehr als 200 verletzt wurden.

dpa

stol