Die drei Kinder wurden daraufhin in ein Wohnheim in der Stadt Vasto gebracht. Am Freitag beschloss das Jugendgericht, die Mutter, Catherine Birmingham, aus dem Wohnheim zu nehmen. Seit November leben die drei Kinder - ein neunjähriges Mädchen und siebenjährige Zwillinge - in der Einrichtung in Vasto. Die Minderjährigen sollen dort zunächst für eine Beobachtungsphase bleiben. Die Mutter, eine Australierin, wohnte bisher in derselben Einrichtung, konnte ihre Kinder jedoch nur zu bestimmten Zeiten sehen.<BR /><BR />Das Jugendgericht von L'Aquila entschied nun, dass die Mutter das betreute Wohnheim verlassen muss, in dem sie bisher untergebracht war. Das Gericht begründete die Entscheidung mit Problemen bei der Einhaltung interner Regeln und organisatorischer Vorgaben der Einrichtung. Zudem habe es immer wieder Spannungen zwischen Mitarbeitern des Wohnheims und der Mutter gegeben. Kritisch gesehen würden insbesondere ihre ausgeprägten umweltbezogenen Überzeugungen. Die Mutter musste inzwischen das Wohnheim verlassen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1286523_image" /></div> <BR /><BR />Das Jugendgericht bemängelte die Lebensbedingungen der Kinder, die bewusst in sehr einfachen Verhältnissen in einem Steinhaus im Wald bei Palmoli aufgewachsen waren - ohne fließendes Wasser, ohne Stromanschluss und ohne regulären Schulbesuch. Die Eltern hatten sich bewusst für ein von der Konsumgesellschaft getrenntes Leben entschieden - mit wenig Komfort und in engem Kontakt mit der Natur.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1286526_image" /></div> <BR /><BR />Zusammen mit Staatsanwalt David Mancini betonte Angrisano in einer Mitteilung, dass gerichtliche Entscheidungen ausschließlich dem Schutz von Minderjährigen dienten. „Angesichts des großen Medieninteresses an aktuellen Gerichtsverfahren, die teils auch in aggressivem Ton kommentiert wurden, betonen die Richterinnen und Richter, dass alle gerichtlichen Maßnahmen ausschließlich dem Schutz der Rechte von Minderjährigen dienen, wie dies in der Verfassung und im internationalen Recht verankert ist“, heißt es in der Mitteilung.<BR /><BR />Der Fall beschäftigt immer mehr auch die Politik. Staatssekretär Alfredo Mantovano wies auf die Folgen der bisherigen Lebenssituation der Kinder hin. Er erklärte, dass die Kinder nach der Trennung von der Mutter psychologische Betreuung benötigten und teils selbstverletzendes Verhalten zeigten, was den hohen Bedarf an Schutzmaßnahmen unterstreiche. Er äußerte die Hoffnung, dass es bald zu einer Lösung im Interesse der Kinder komme, die Recht auf das Zusammenleben mit ihren Eltern hätten.<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Waldfamilie" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier alle News zur Waldfamilie.</a>