Im Fall der sogenannten Waldfamilie warnt die italienische Kinder- und Jugendgarantin Marina Terragni eindringlich vor einer weiteren Belastung der betroffenen Minderjährigen. Die Hypothese, die Mutter Catherine Birmingham von ihren drei Kindern zu trennen, die derzeit gemeinsam mit ihr in einer geschützten Einrichtung in Vasto leben, würde für die Kinder ein „weiteres Trauma“ bedeuten, erklärte Terragni in einer Stellungnahme.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1260264_image" /></div> <BR /><BR />Die drei Kinder – ein achtjähriges Mädchen und zwei sechsjährige Zwillinge – waren im vergangenen November aus einem abgelegenen Haus im Wald geholt worden und leben seither in einer geschützten Einrichtung. Dort können sie ihre Mutter aktuell dreimal täglich sehen.<BR /><BR /> Eine mögliche räumliche Trennung von Birmingham bezeichnet Terragni als kaum vorstellbar, so die Garantin. Unabhängig vom Verhalten der Mutter könne man den Kindern nach der Herausnahme aus ihrem Zuhause keinen weiteren drastischen Einschnitt in ihr gewohntes Leben zumuten.<h3> Kinder sollen nun Unterricht bekommen</h3>Zugleich könnte es in den kommenden Stunden zu einer ersten konkreten Veränderung kommen: Nach Informationen aus dem Umfeld des Verfahrens soll die formelle Beauftragung einer Lehrperson bevorstehen, die den Schulunterricht der drei Kinder in der Einrichtung übernehmen wird. Vorgesehen ist offenbar eine Lehrerin aus Vasto. Dies stellt einen zentralen Punkt in dem Verfahren dar, da erhebliche schulische Defizite der Kinder hatten zur Aussetzung der elterlichen Verantwortung beigetragen.<BR /><BR />Bei ihrer Ankunft hatten die Kinder laut Berichten erhebliche Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben – sowohl auf Italienisch als auch auf Englisch, ihrer Muttersprache.<h3> Eltern werden psychologisch getestet</h3>Parallel dazu arbeiten die Rechtsanwälte der Familie, Marco Femminella und Danila Solinas, an weiteren Unterlagen und an einem Privatgutachten, das dem renommierten Experten Tonino Cantelmi anvertraut wurde. Ab dem 23. Januar sollen zudem die vom Jugendgericht in L’Aquila angeordneten psychologischen Tests zu den Erziehungskompetenzen und zum psychischen Zustand beider Eltern beginnen.<BR /><BR />Gerade bei der Dauer dieser Verfahren äußerte Terragni erneut Besorgnis. Die vom Gericht vorgesehenen 120 Tage seien aus Sicht der Kinder eine sehr lange Zeit. „Vier Monate – zu denen die fast zwei Monate in der geschützten Einrichtung hinzukommen – sind für Kinder eine Ewigkeit“, betonte sie. <BR /><BR />Kürzlich hat der britische Vater der Kinder, Nathan Trevallion, sein Schweigen gebrochen und über die negativen psychologischen Folgen gesprochen der Trennung der Familie gesprochen. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/vater-der-waldfamilie-ich-spuere-eine-tiefe-traurigkeit-in-meinen-kindern" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier lesen Sie mehr dazu.</a>