Die Eltern, Nathan und Catherine Trevallion, hatten gegen eine Entscheidung des Jugendgerichts Berufung eingelegt. Dieses hatte angeordnet, die drei Kinder der Familie aus ihrem Wohnhaus in einem Waldgebiet bei Palmoli (Provinz Chieti) zu entfernen und in einer betreuten Einrichtung in der Stadt unterzubringen. Nach Angaben der Verteidigung leiden die Kinder seit Monaten unter psychischen Belastungen infolge der Trennung von den Eltern.<BR /><BR />In dem 13-seitigen Antrag werfen die Anwälte den zuständigen Vormündern vor, Aussagen von Eltern, Zeugen und Kindern sowie psychiatrische Gutachten nicht ausreichend berücksichtigt zu haben, aus denen das Leid der Kinder in der betreuten Wohneinrichtung weg von ihrem Elternhaus klar hervorgeht. Dies lasse auf eine Voreingenommenheit schließen, hieß es. Zugleich betonten die Anwälte, das anglo-australische Paar habe positiv auf die Kritik der Behörden reagiert und konstruktive Lösungen für ihre drei Kinder - ein neunjähriges Mädchen und zwei sechsjährige Zwillingsgeschwister - etwa bei Wohnsituation, Schulbildung und Impfungen vorgelegt.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1304367_image" /></div> <BR /><BR />Den Anwälten des Elternpaares zufolge wurden entsprechende Unterlagen eingereicht, darunter ein Nutzungsvertrag für eine vom Gemeinderat bereitgestellte Wohnung, sowie Dokumente zu einem umfassenden Bildungsprogramm für die Kinder. Die Anwälte beklagten eine „obstruktiven Haltung“ der Vormünder. Unterdessen wollen die Eltern am Mittwoch an einer öffentlichen Veranstaltung in der Abgeordnetenkammer in Rom teilnehmen. Eingeladen hat die Vorsitzende der parlamentarischen Kinderkommission, die Parlamentarierin und Ex-Tourismusministerin Michela Brambilla. Erwartet werden auch Fachleute aus Psychologie und Kinderpsychiatrie. Schon Anfang April hatte das Ehepaar den Senat auf Einladung von Senatspräsidenten Ignazio Larussa besucht.