Die drei Kinder leben seit gut einem Monat mit ihrer Mutter Catherine in dem geschützten Heim in Vasto. Der Vater Nathan darf sie an festgelegten Besuchstagen sehen. Da Weihnachten in diesem Jahr auf einen Donnerstag fällt, besteht die Hoffnung, dass er an diesem Tag eine Besuchserlaubnis erhält. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.<BR /><BR />Die Kinder waren am 20. November 2025 auf Anordnung des Jugendgerichts von L'Aquila aus dem Elternhaus in Palmoli (Provinz Chieti) genommen worden. Die Richter begründeten den Schritt mit dem Schutz der Minderjährigen. Seitdem wird geprüft, ob und unter welchen Bedingungen eine Rückführung in die Familie möglich ist.<BR /><BR />Nach Angaben der Anwälte der Familie hat es zuletzt Fortschritte gegeben. Die Eltern hätten sich kooperativer gegenüber den Behörden gezeigt, etwa bei medizinischen Untersuchungen, Impfungen und Verbesserungen der Wohnsituation. Auch beim Thema Bildung signalisierten sie Bereitschaft zu Änderungen, unter anderem durch betreuten Heimunterricht.<BR /><BR />Noch offen ist aus Sicht der Justiz vor allem die Frage der sozialen Entwicklung der Kinder, ein achtjähriges Mädchen und zwei sechsjährige Zwillinge. Kritisch bewertet wird das lange Leben in Isolation in einem Wald in Palmoli in der Provinz Chieti. Zudem verweisen Richter auf widersprüchliche Angaben der Eltern zur schulischen Laufbahn der Kinder.<BR /><BR />Eine Entscheidung des Jugendgerichts steht noch aus. Bis dahin hofft die Familie zumindest auf ein gemeinsames Weihnachtsessen - wenn auch nicht im eigenen Zuhause, zumindest in der Gemeinschaftseinrichtung.