<b>+ von Karl Tschurtschenthaler</b><BR /><BR />Und er dankt allen Einsatzkräften, die „in dieser für alle so außergewöhnlichen Situation“ ihr Bestes gegeben haben.<BR /><BR /><b>Herr Hofmann, wie geht es Ihnen und den Kindern?</b>Korbinian Hofmann: Es ist derzeit alles so unwirklich und für uns alle natürlich sehr schwer.<BR /><BR /><b>Sie wohnten mit Ihrer Familie lange Zeit im Stockwerk unterhalb der Wohnung der Familie Kühbacher. Hatten Sie Kontakt zur Familie Kühbacher?</b><BR />Hofmann: Wir sind vor 12 Jahren eingezogen. In all dieser Zeit gab es so gut wie keinen Kontakt mit unseren Nachbarn im Stock darüber. Wir sind uns zwar hie und da im Stiegenhaus begegnet, es war aber immer nur flüchtig.<BR /><BR /><b>Wem sind Sie im Stiegenhaus begegnet: Vater Hermann oder den Söhnen?</b><BR />Hofmann: Grundsätzlich lebte die Familie sehr zurückgezogen. Wir sind uns so gut wie nie über den Weg gelaufen. Den Vater hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Wenn, dann habe ich Ewald im Stiegenhaus getroffen, aber auch das war nur selten.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1064061_image" /></div> <BR /><BR /><b>Welchen Eindruck machte Ewald Kühbacher auf Sie?</b><BR />Hofmann: Er war ein ganz eigener Mensch, wirkte immer sehr verschlossen, ja schüchtern. Wenn wir uns im Stiegenhaus begegneten, haben wir uns gegrüßt, und wenn ich dann ein, zwei Worte mit ihm wechseln wollte, hatte ich immer das Gefühl, dass es ihm unangenehm war, mit mir zu reden. Er wollte einfach kein Gespräch. Dann lässt man es irgendwann halt beim Gruß bewenden.<BR /><BR /><b>Hatten die anderen aus Ihrer Familie einen besseren Kontakt zu ihm?</b><BR />Hofmann: Nein. Die Leute lebten, wie gesagt, sehr zurückgezogen. Die meiste Zeit verbrachten sie in ihrer Wohnung. Hinaus gingen sie nur, wenn es absolut notwendig war – etwa zum Einkaufen. Ewald hat mit keinem geredet. Nein, da gab es nichts, was man einen Kontakt nennen könnte.<BR /><BR /><embed id="dtext86-66218194_quote" /><BR /><BR /><b>Wirkte er gefährlich?</b><BR />Hofmann: Überhaupt nicht. Er war in sich gekehrt, wirkte auch sehr schüchtern.<BR /><BR /><b>Die Tat, die am vergangenen Wochenende geschehen ist, kam also völlig überraschend?</b><BR />Hofmann: Absolut. Es war ein Vorfall, den niemand im Haus befürchtet hatte oder der in irgendeiner Weise vorhersehbar war.<BR /><BR /><b>Was denken Sie, was ist Samstagnacht im Haus vorgefallen?</b><BR />Hofmann: Ich denke, Wally hat etwas gehört und wollte einfach nur nachschauen, ob jemand sie braucht. Sie wollte sicher nur helfen.<BR /><BR /><b>Wissen Sie schon, wie es jetzt weitergeht – auch mit der Wohnung in dem Haus?</b><BR />Hofmann: Nein, darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht. Dafür ist es auch noch viel zu früh.<BR /><BR /><b>Gibt es etwas, das Sie noch sagen möchten?</b><BR />Hofmann: Ja. Ich möchte mich bei den Einsatzkräften, bei wirklich allen, für das Viele bedanken, das sie in diesen schwierigen Stunden zwischen Samstagabend und Sonntagvormittag geleistet haben. Alle haben in dieser so außergewöhnlichen und in keiner Weise vorhersehbaren Situation das Beste gegeben. Und ich finde, jegliche Kritik, die jetzt von außen herangetragen wird, ist hier wirklich fehl am Platz.Int.: Karl Tschurtschenthaler