Gestern fand in seinem Heimatort Sover die Bestattung seiner Urne statt. Die Feuerwehren des Tales und jene von Piné sowie Carabinieri versahen den Ordnungs- und Zubringerdienst. Die Pfarrkirche konnte die zahlreichen Trauergäste aus nah und fern nicht fassen, und so wurde der Sterbegottesdienst mittels Lautsprechern ins Freie übertragen. Vor der Kirche standen Carabinieri mit Gewehren Spalier, und es war ein Tisch mit Kondolenzbüchern aufgestellt. Die Heilige Messe zelebrierte Ortspfarrer Carlo Gilmozzi in Konzelebration mit dem Pfarrer von Wolkenstein, Peter Clara, Don Livio Sparapani, einem Onkel von Manuela Nones, der Ehefrau des Verunglückten und weiteren Priestern. Es sang der Chor „Abete Rosso“ aus Bedollo/Piné. Pfarrer Gilmozzi hieß alle willkommen, die sich als Brüder und Schwestern um jene scharten, welche dem Verstorbenen am Nächsten stehen. „Nicht Adieu, sondern Auf Wiedersehen“ „Wir wollen sie mit unserer Anwesenheit trösten, um über diesen Verlust hinwegzukommen, auch wenn das schier unmöglich erscheint,“ sagte der Pfarrer und fuhr fort: „Nur Gott kann uns hier begleiten und helfen, uns Hoffnung geben, um nach vorne zu schauen, weil er uns unendlich liebt, und das gibt uns die Kraft, endgültig anzukommen, wo wir wieder alle vereint sein werden.“Am Ende der Messe gab es eine ganze Reihe von Abschiedsreden, von den engen Verwandten ebenso wie von Freunden, Kindern, Carabinieri-Kollegen, dem Bürgermeister Carlo Battisti, Bekannten von auswärts, die alle mit Applaus bedacht wurden und aus denen herausklang, man wolle nicht „adieu“, sondern „Auf Wiedersehen“ sagen.Aus allen Reden war die tiefe Wertschätzung für den Verunglückten heraus zu hören, egal ob er von seinen Bergabenteuern berichtet oder Kindern das Klettern beigebracht hatte. Er war auch schon zweimal für Hilfseinsätze ausgezeichnet worden, hieß es in der Ansprache eines seiner Vorgesetzten. Es folgte der Gang zum nahen Friedhof. Auch dieser konnte die zahlreichen Trauergäste nicht fassen. Vor dem großen Holzkreuz wurde die Urne aufgestellt, worin sich Nones’ Asche befand, dazu seine Bergausrüstung und seine Carabinieri-Mütze. Groß war die Zahl derer, die Ehefrau Manuela und den engen Verwandten ihre Anteilnahme persönlich bekundeten. Als letzten Akt trug Manuela Nones die Urne selbst zum Grab, wo Walter Nones am Friedhof von Sover seine letzte Ruhestätte fand. flor/D