<BR />Das klassische Wandern soll mit dem Buch revolutioniert werden. Es wurde gestern im Stadthotel Bozen vorgestellt. Im Wanderführer sind großteils Touren enthalten, bei denen der Start- und der Endpunkt ein anderer sind. „So wollte ich sicherstellen, dass die Menschen besonders viel erleben“, erklärt Autorin Rosmarie Rabanser Gafriller. Ein großer Fokus lag bei der Auswahl der Touren auch darauf, dass unbekanntere Sehenswürdigkeiten und die Natur im Allgemeinen neu entdeckt werden können.<BR /><BR />Das Buch des Athesia-Tappeiner-Verlages ist in deutscher und italienischer Sprache erhältlich und wurde in Zusammenarbeit mit der Südtiroler Transportstrukturen AG STA und dem Land Südtirol umgesetzt. STA-Direktor Joachim Dejaco hob besonders das Zusammenspiel aus Papierformat und digitalen Elementen hervor. Die Touren aus dem Buch können mittels eines QR-Codes direkt auf das Handy abgerufen werden. Auf den Seiten des Buchs sind weitere QR-Codes, die auf die Südtirolmobil-Website verweisen, wo man sich direkt die entsprechende Bus-, Bahn- oder Seilbahnverbindung heraussuchen kann.<BR /><BR />„Dieses Projekt vereint gleich zwei wesentliche Vorteile: Es reduziert den Verkehr und eröffnet den Menschen zugleich eine neue, attraktive Art, die öffentlichen Verkehrsmittel zu erleben“, betont Athesia-Direktor Michl Ebner. Auch für Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider ist diese Verbindung zentral: „Wir möchten deutlich machen, dass öffentliche Verkehrsmittel nicht nur für Pendlerinnen und Pendler eine sinnvolle Wahl sind. Gerade auch in der Freizeit sollten sie verstärkt genutzt werden.“ <BR /><BR />Die Vorsitzende des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz, Elisabeth Ladinser, begrüßt den neuen Wanderführer ebenfalls: „Jede vermiedene Autofahrt ist ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen die Klimakrise.“<h3> Drei Fragen an Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider</h3><b>Wie kam die Idee für die Zusammenarbeit zwischen STA, Autorin und Verlag zustande? <BR /><BR /></b>Daniel Alfreider: Wir haben bemerkt, dass immer mehr Menschen auch in ihrer Freizeit mit den Öffis unterwegs sind. Genau das wollen wir bestärken. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind nicht nur für Pendlerinnen und Pendler eine sinnvolle Wahl, sondern sollten gerade in der Freizeit verstärkt genutzt werden. Wir wollen die öffentliche Mobilität mit solchen Initiativen näher an die Menschen bringen. <BR /><BR /><b>Was war das Ziel des Projekts? <BR /><BR /></b>Alfreider: Mit dem neuen Wanderführer wollen wir beispielsweise jenen Menschen, die nicht mit dem Auto zu Wanderungen fahren wollen oder können, ermöglichen, ganz Südtirol mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu entdecken. Das Öffi-Netz erreicht jedes Tal und nahezu alle Orte des Landes. Auch deshalb kann man gut auf das eigene Auto verzichten.<BR /><BR />Inzwischen zeigen sogar Sommerangebote für Jugendliche, wie spannend es sein kann, Südtirol mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu entdecken. Der Wanderführer soll dabei eine praktische Hilfe für alle sein, ob für Seniorengruppen, Jugendgruppen oder Wanderbegeisterte. Denn entscheidend ist, aus den eigenen vier Wänden herauszukommen und mobil zu sein, auch ganz ohne Auto.