<BR />Statistisch gesehen liegt die Wahrscheinlichkeit, in den Bergen von einem Blitz getroffen zu werden, bei eins zu über einer Million. Dennoch ist sie deutlich höher als im Tal. Am Sonntag haben sich gleich zwei Blitzunfälle am Berg ereignet. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/taufers-im-muenstertal-suchaktion-nimmt-toedliches-ende" target="_blank" class="external-link-new-window" title=""> Jener im Vinschgau endete tödlich.</a> Zwei Wanderer, die in Cortina von einem Blitz getroffen worden sind, trugen teils <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/cortina-zwei-bergsteiger-von-blitz-getroffen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">schwere Verletzungen davon</a>. <BR /><BR />Thomas Hellrigl, Landesleiter der Bergrettung im Alpenverein Südtirol AVS, ruft dazu auf, Unwetter in den Bergen nicht zu unterschätzen. Vor allem, wenn man sich an exponierten Stellen wie dem Gipfel oder einem Grat befindet, kann es gefährlich werden. „Dort bildet der Mensch nämlich den höchsten Punkt und damit das bevorzugte Ziel für einen Blitzeinschlag“, erklärt Hellrigl. <BR /><BR />Die Grundregel für den Ernstfall lautet: Abstand halten von allen exponierten bzw. erhöhten Objekten und Punkten. „Das können auch einzelne Bäume oder die Säulen einer Seilbahn sein“, erklärt Hellrigl. Sie fungieren nämlich als Blitzableiter. Sprich: Der Blitz schlägt in ein Objekt ein und der Strom breitet sich über den Boden im Umfeld aus. Vor allem metallische Gegenstände stellen den idealen Blitzableiter dar. Also auch das Gipfelkreuz oder die Sicherungen in einem Klettersteig. <BR /><BR />Einen sicheren Unterschlupf finden Wanderer hingegen in einer Berghütte. Sollte keine in Reichweite sein, empfehlen sich Höhlen oder notfalls eine Senke am Berg. „Auch in einem dichten Wald ist die Wahrscheinlichkeit, von einem Blitz getroffen zu werden, deutlich geringer“, führt Hellrigl aus. Ebenso wichtig ist, in die Hocke zu gehen und sich möglichst klein zu machen. Objekte wie Wanderstöcke oder ein Eisenpickel dürfen nicht aus dem Rucksack herausragen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1348017_image" /></div> <h3> Vor der Wanderung stets das Wetter checken</h3>Grundsätzlich beginnt die Wanderung bereits mit der richtigen Planung. „Zum Ernstfall kommt es zumeist gar nicht“, unterstreicht Hellrigl. Bevor man in die Berge aufbricht, ist der Blick auf den Wetterbericht Pflicht. Wenn dort vor Unwettern gewarnt wird, muss die Wanderung an die entsprechenden Bedingungen angepasst werden. <BR /><BR />Im Sommer treten die heftigen Gewitter meist am Nachmittag auf. Daher gilt es, bereits möglichst früh aufzubrechen. „Notfalls muss die Wanderung etwas verkürzt oder auf einen anderen Tag verschoben werden“, rät der Bergrettungschef. Außerdem gehört eine Ausrüstung für Regenwetter auch an warmen und sonnigen Tagen in den Rucksack. Besonders im Sommer kann das Wetter in den Bergen nämlich binnen Minuten umschlagen.<BR /><BR />Immer wieder rückt die Bergrettung zu Unwettereinsätzen aus, wie Hellrigl weiß. Einsätze wegen eines Blitzschlags sind dabei die absolute Ausnahme. „Aber auch diese kommen vor“, betont der Bergrettungschef. Das vergangene Wochenende hat dies auf erschreckende Art und Weise gezeigt. Besser also stets vorsichtig bleiben und, wenn die grauen Gewitterwolken auftreten, die Vernunft walten lassen und rechtzeitig umdrehen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1348020_image" /></div>