Bei der Umfahrung in Kiens befinde man sich im Tunnelvortrieb, erklärt Landesrat Daniel Alfreider auf eine entsprechende Landtagsanfrage von Maria Elisabeth Rieder vom Team K. Etwa die Hälfte des bergmännischen Tunnels und ein Großteil des Tunnels in offener Bauweise seien realisiert. <BR /><BR />Man gehe in Kiens von einer Fertigstellung im Sommer bzw. Herbst 2026 aus, erklärt Alfreider. <BR /><BR />Noch einige Monate länger – nämlich bis März 2027 – werde wohl an der Umfahrung in Percha gebaut. Derzeit sei ein Drittel der Arbeiten ausgeführt. Wassereinbrüche und der Vortrieb im Lockergestein haben allerdings Schwierigkeiten hervorgerufen, die nicht nur zeitliche Verzögerungen, sondern auch eine Verteuerung der Arbeiten zur Folge haben werden, erklärt Amtsdirektor Florian Knollseisen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1097274_image" /></div> <BR /><BR />„Die Menschen im Pustertal warten auf die Fertigstellung dieser Umfahrungen“, sagt dazu Maria Elisabeth Rieder. Vor allem die lange Bauzeit in Percha bedeute für alle aus dem Oberpustertal täglich Stau. „Die Situation ist unerträglich und soll bis März 2027 so weitergehen“, bedauert Rieder. <BR /><BR />Bis dahin werden die Baustellen an den Kreuzungsbereichen in Olang und Rasen die Lage zusätzlich verschärfen. Dort sollen die Arbeiten im Sommer bzw. Herbst 2025 beginnen. Derzeit werde die Ausführungsplanung abgeschlossen, erklärt Alfreider.<h3> Das Projekt in Toblach</h3>In Toblach hingegen arbeite man in Absprache mit der Gemeinde und dem Schienennetzbetreiber RFI an einem Machbarkeitsprojekt für die Neugestaltung des Bahnhofsareals. „Das Projekt sieht eine verbesserte Anbindung an den Bahnhof, die Neugestaltung des Bahnhofes im Sinne eines Mobilitätszentrum sowie eine neue Fuß- und Radunterführung vor“, sagt Alfreider. In einer zweiten Phase werde die „Hohe Straße“ (Alemagnastraße) neu gestaltet und der bestehende Bahnübergang geschlossen. Baubeginn sei 2026 – nach Olympia.<BR /><BR />Eine Fertigstellung dieser Projekte bis zu den Olympischen Spielen sei der Ansporn gewesen, habe sich aber aufgrund von Verzögerungen, vor allem in den Genehmigungsverfahren, nicht halten lassen, sagt Alfreider. Aber: „Wir bauen nicht für Olympia, sondern können dank Olympia seit Langem anstehende Projekte realisieren, weil wir wichtige Geldmittel aus Rom erhalten.“<BR /><BR />In alle Bauprojekte im Pustertal werden insgesamt 234 Millionen Euro investiert: 143 Mio. Euro kommen aus Rom, 91 Mio. Euro vom Land. Dass sich die Summen deutlich erhöht haben, wie zuletzt der Heimatpflegeverband kritisiert hat, liege u.a. daran, dass die Baukosten enorm gestiegen seien und einige Projekte verbessert wurden. So wird zum Beispiel in Olang im Zuge der Errichtung des Kreisverkehrs auch der Radweg von Rasen zum Olanger Bahnhof verwirklicht.