Schon vor der Entscheidung der Regierung in Rom zeichnet sich ab, wie in Südtirol der Disko-Herbst ausfallen wird. <BR /><BR />Seit genau 19 Monaten haben Südtirols Diskotheken und Tanzlokale nunmehr coronabedingt geschlossen. Nun scheint eine vorsichtige Öffnung in Aussicht. <BR /><BR />Doch mit den von Rom geplanten Auflagen können die hiesigen Discobetreiber wenig bis nichts anfangen. „Mit einer Maximalauslastung von 35 Prozent brauchen wir erst gar nicht aufsperren“, sagt Felix Taschler, Vize-Vorsitzender der Fachgruppe der Diskothekenbetreiber im HGV.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="695279_image" /></div> <BR /><BR />20 Diskotheken gab es landesweit vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Übrig geblieben sind nur mehr 15. „Die anderen mussten inzwischen aufgeben“, weiß Taschler. Ohne Umsatz und Einkünfte und bei den spärlichen Hilfen, die die Diskothekenbetreiber bekommen hätten, kein Wunder. <BR /><BR />Geht es nach Rom, könnten die Discos nach über eineinhalb Jahren wieder aufsperren. Der Ministerrat könnte heute die entsprechenden Richtlinien dafür erlassen. <BR /><BR />Doch noch vor der definitiven Entscheidung in Rom zeichnet sich ab, dass hierzulande die Boxen wohl stumm, die Lichtorgeln dunkel bleiben werden. Bei einer Maximalauslastung von 35 Prozent sei laut Taschler ein wirtschaftliches Arbeiten nicht möglich. „Und da werden die Angestellten sogar noch mit eingerechnet“, sagt er. Erst ab einer Auslastung von mindestens 50 Prozent könne man überlegen, ob sich ein Aufsperren rentiere. <BR /><BR /><b>„Völlig absurde Maskenpflicht“</b><BR /><BR />Doch nicht nur die 35-Prozent-Grenze ärgert die Diskothekenbetreiber. Auch die Maskenpflicht – diese gilt, ausgenommen auf der Tanzfläche, überall in den Lokalen – sei laut Taschler völlig absurd. „Jeder, der einmal in einer Disco war, weiß, dass bei der Bestellung keiner etwas versteht, wenn Kunde und Mitarbeiter eine Maske tragen müssen“, sagt Taschler. <BR /><BR />„Wir verkaufen ja Emotion, Spaß, Freude. Mit diesen Auflagen erreichen wir das genaue Gegenteil“, ärgert er sich. Dass der Ministerrat die Vorschläge der wissenschaftlichen Kommission noch nachbessern könnte, daran zweifelt er. In Südtirols Diskotheken wird es folglich noch eine ganze Weile dauern, ehe die Musik wieder angeht. „Ich will jedenfalls nicht aufsperren mit der Angst, eine Strafe zu riskieren, nur weil ein Gast zu viel im Lokal ist oder einer seine Maske nicht auf hat. Wir sind ja nicht die Polizei“, sagt Taschler.