Wie berichtet, hatten die drei Landesräte als auch Landeshauptmann Luis Durnwalder 2011 ihre Büros absuchen lassen. Nur in Laimers Büro hatte eine Trienter Spezialfirma eine Frequenz geortet, die auf ein Abhörgerät hindeutete. Gefunden wurde es aber nicht.Der Leitende Staatsanwalt Guido Rispoli bekräftigte wiederholt, die Ermittler hätten nichts mit den vermeintlichen Wanzen zu tun. Sie erfuhren erst Anfang 2013 von der Aktion, und zwar durch die Rechnungen, in denen die Bezahlung der „Bonifizierungsarbeiten“ mit Landesgeldern aufschien.Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. Nun schloss Staatsanwalt Guido Rispoli diese ab und ließ den drei Ex-Landesräten den Bescheid zum Abschluss der Ermittlungen zukommen. Der Staatsanwalt vermutet Amtsmissbrauch.Rispoli: Mit Privatgeldern zahlenDenn: Für die Durchforstung der Büroräume sollen die Landesräte nicht zuerst die Ordnungshüter informiert, sondern direkt eine Spezialfirma beauftragt haben.Laut Angaben von Durnwalder im Februar 2013 seien für die Arbeiten in Bergers Büro 1560 Euro fällig worden, die Kontrollen bei Laimer hätten 2652 Euro gekostet und bei Widmann waren es 5200 Euro. Bezahlt wurde mit Steuergeldern.Rispolis Einschätzung nach hätten die „Bonifizierungsarbeiten“ aber aus privaten Kassen und nicht von Landesgeldern bezahlt werden müssen. Wäre die Überprüfung von den Behörden gemacht worden, hätte dies den Steuerzahler nichts gekostet.Ex-Landeshauptmann Luis Durnwalder soll im Gegensatz zu seinen Landesräten den offiziellen Weg über das Land gegangen.20 Tage Zeit für entlastende UnterlagenDie Zustellung der Bescheide kommt noch keiner Anklage gleich.Berger, Laimer und Widmann haben nun 20 Tage Zeit, um entlastendes Material vorzubringen. Erst dann wird entschieden, ob der Fall archiviert oder ob Anklage erhoben wird.stol