Sonia Bottacchiari und ihre beiden Kinder, die seit drei Wochen aus Piacenza verschwunden und als vermisst gemeldet worden waren, sind wohlbehalten aufgefunden worden. Nach Angaben der im Fall ermittelnden Staatsanwaltschaft Piacenza befinden sich alle drei in gutem gesundheitlichen Zustand und leben in einer angemessenen Unterkunft.<BR /><BR /> Die im Fall ermittelnde Staatsanwältin Grazia Pradella betonte, dass keine weiteren Details veröffentlicht werden, um die Privatsphäre der Frau zu schützen. Diese erklärte den Behörden, sie sei freiwillig verschwunden. Sie drohte, erneut unterzutauchen, falls ihr Aufenthaltsort bekannt würde. <BR /><BR />Ziel der Staatanwaltschaft sei es nun, die familiäre Situation zu klären und eine Rückkehr der Kinder in ihr soziales und schulisches Umfeld zu ermöglichen. Die Kinder, eine 16-Jährige und ein 14-Jähriger, hätten im Einvernehmen mit der Mutter die Wohnung der Familie verlassen.<h3> Ermittlungen gegen Mutter dauern an</h3> Ermittlungen wegen möglicher Entziehung Minderjähriger dauern gegen die Frau an. „Es besteht die Hoffnung, dass durch eine geduldige Arbeit des Zuhörens hinsichtlich der Probleme, die von Sonia Bottacchiari aufgezeigt wurden, eine familiäre Situation wiederhergestellt werden kann, die von der Frau als stark problematisch dargestellt worden sei“, schrieb die Staatsanwaltschaft. Ziel sei, eine Rückkehr der Frau und der beiden Minderjährigen an ihren Wohnort zu ermöglichen. Mehr Details wurden nicht bekanntgegeben.<BR /><BR /> Die Familie war am 20. April mit ihrem Auto aus der Provinz Piacenza aufgebrochen; das Fahrzeug war mit Vorräten und Campingausrüstung beladen. Die Suchaktion konzentrierte sich auf das Gebiet um Tarcento in der Provinz Udine, wo das letzte Telefonsignal der Familie geortet wurde. Die Rettungskräfte hatten ihren Suchradius stark ausgedehnt und auch unwegsame Pfade im Gebirge ohne Mobilfunkempfang durchforstet. <BR /><BR />Nach Angaben der Familie wollte die 49-Jährige nur wenige Tage verreisen und anschließend nach Hause zurückkehren. Am 6. Mai wurde ihr Wagen jedoch verlassen in Tarcento in der Provinz Udine gefunden. Das Schicksal der Familie hat ganz Italien in Atem gehalten. Auch die von Rai3 ausgestrahlte Sendung „Chi l´ha visto?“ hatte sich mit dem Fall befasst.