Montag, 21. September 2015

Warm, wärmer, 2015: „Extremer Masseverlust“ in den Alpen

Der Trend zur Erderwärmung hält weiter an. 2015 könnte sogar das wärmste je gemessene Jahr werden, sagen Klimaforscher voraus.

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2015 könnte nach Ansicht von Forschern weltweit das wärmste Jahr seit Beginn der Klimaaufzeichnungen vor 135 Jahren werden.

Der Trend zur Erderwärmung sei ungebrochen. So fielen global zehn der wärmsten bislang gemessenen Jahre auf das 21. Jahrhundert, heißt es in einer neuen Stellungnahme der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft zum Klimawandel.

Bis einschließlich August wich dieses Jahr nach Angaben des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation global bislang um 0,81 Grad vom langjährigen Mittel ab und wäre damit das wärmste Jahr seit 1880.

Der vergangene Monat war nach Messungen der US-Klimabehörde NOAA weltweit der heißeste August seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Der August war damit auch nach Februar, März, Mai, Juni und Juli bereits der sechste Monat der Jahres, der seinen jeweiligen Temperaturrekord geknackt hat, wie die NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) weiter mitteilte.

Alpen stöhnen unter der Hitze

Die Wärme setzt auch den Gletschern in den Alpen zu. Das Sterben der Eisriesen hat sich 2015 beschleunigt. „Der extreme Massenverlust kommt in die Nähe des Rekordjahres 2003“, sagte Andrea Fischer von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien.

Ob es einen neuen Rekordverlust gebe, sei unklar. Die endgültige Bilanz für die Gletscher in Österreich und Südtirol soll im April 2016 vorliegen.

dpa

stol