Hoffen und bangen heißt es für sehr viele Eltern und Alleinerziehende jedes Jahr im Sommer , wenn es um einen oder gar mehrere Plätze in einem Kinderhort geht. Denn die Wartelisten sind weiter lang, auch wenn die Zahl der Plätze aufgestockt wird.<BR /><BR /><BR />Das gilt auch für die Nachbarstadt Leifers. In Bozen stehen 150 Kinder auf der Warteliste, in Leifers 37. Bis zum Sommer steht normalerweise fest, wer in den öffentlichen oder privaten Kitas und Kinderhorten einen Platz erhalten hat und wer nicht. Zwar liegt Bozen mit einer Abdeckung von 33 Prozent der Gesamtzahl an Kindern von 0 bis 3 Jahren italienweit in den oberen Rängen, doch auch in der Landeshauptstadt stehen heuer viele Kinder auf der Warteliste. <BR /><BR />„Deshalb wird der Dienst auch Jahr für Jahr ausgebaut und aufgestockt“, betont Liliana Di Fede, die Direktorin des Betriebs für Sozialdienste Bozen (BSB), der für die Kleinkindbetreuung zuständig ist.<h3> Bozen steht verhältnismäßig gut da</h3><BR /> Im Vergleich: In Südtirol liegt der Mittelwert bei 17,8 Prozent, italienweit bei 28 Prozent. Mit 673 Plätzen in öffentlichen Einrichtungen steht Bozen also verhältnismäßig gut da. „Auch heuer haben wir 30 Plätze mehr zur Verfügung gestellt, indem wir die Plätze in den bestehenden Einrichtungen aufgestockt haben“, erklärt Di Fede. <BR /><BR />Dennoch seien derzeit 150 Kinder auf der Warteliste. Denn auch das Angebot, das die etwa 40 Tagesmütter und 13 Betriebskinderhorte in Bozen bieten, reiche nicht aus. Insgesamt leben derzeit in Bozen etwa 2430 Kinder zwischen 0 und 3 Jahren. <BR /><BR /><BR />Auch für das kommende Jahr plant die Gemeinde, vorangetrieben von Sozialstadtrat Juri Andriollo, deshalb weitere 30 zusätzliche Plätze, die in einer neuen Einrichtung bereitgestellt werden sollen. Wo diese angesiedelt ist, will die Gemeinde derzeit noch nicht verraten. <BR /><h3> Neue Kita in St. Jakob entsteht</h3><BR />Ähnlich ist die Situation in der Nachbargemeinde Leifers. Auch dort haben 37 Kinder keinen Platz in den öffentlichen Horten erhalten. Derzeit stehen 60 Betreuungsplätze in Leifers, 15 in Steinmannwald, sowie 30 Plätze mit Konvention in St. Jakob zur Verfügung. Für 15 Kinder, die in anderen Gemeinden untergebracht sind, übernimmt die Gemeinde Leifers die Kosten. <BR /><BR />„Im Herbst werden wir ein weiteres Angebot in der neuen Volksschule St. Jakob zur Verfügung stellen“, kündigt Bürgermeister Giovanni Seppi an. In Leifers müsse das Angebot in nächster Zeit auch ausgebaut werden. „Da unser Stellenplan jedoch bald ausgeschöpft ist, müssen wir auch auf dieser Ebene die Voraussetzungen schaffen, um mehr Personal einstellen zu können“, sagt Seppi.