In seiner Analyse der aktuellen Daten des Sanitätsbetriebes zu den Wartezeiten 2025 zeichnet der Verein „ein alarmierendes Bild“. <BR /><BR />Die Situation habe sich nicht nur nicht nachhaltig verbessert, „sondern teils deutlich verschlechtert“, nämlich in acht von 17 Bereichen. Besonders gravierend, so Robin, sei die Entwicklung in der Prioritätsklasse B (maximale Wartezeit laut gesetzlichen Vorgaben: zehn Tage/siehe auch Grafik). <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1285038_image" /></div> <BR /><BR />Hier würden die gesetzlichen Fristen „systematisch verfehlt“. Die schlechteste Entwicklung zeige die Urologie: Bei den programmierten Visiten könne nicht einmal mehr jede dritte fristgerecht vergeben werden (2024 waren es noch 91 Prozent). Laut Robin liegt die durchschnittliche Wartezeit für eine urologische Erstvisite bei 194 Tagen. Regelrecht dramatisch sei die Entwicklung bei einigen diagnostischen Leistungen, insbesondere der Koloskopie. Laut Aussendung beträgt die Wartezeit hier mittlerweile ein Jahr. <BR /><BR />Das Ganze führe zu einer 3-Klassen-Medizin: Bürger, die sich Privatleistungen kaufen können; Bürger, die die Wartezeiten in Kauf nehmen müssen und eine wachsende Gruppe, die sich Behandlungen aus Einkommensgründen nicht leisten können. Robin fordert daher u.a. eine verbindliche Einhaltung der gesetzlichen Wartezeiten sowie eine „klare personelle und politische Verantwortung, falls die Zielwerte nicht innerhalb eines definierten Zeitraums erreicht werden“.<h3> Stellungnahme von Landesrat Dr. Hubert Messner</h3>„Die Wartezeiten im Südtiroler Sanitätsbetrieb sind im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt gesunken, und zwar in allen Dringlichkeitsklassen (prioritär, aufschiebbar und programmiert)“: Das stellt der Gesundheitslandesrat Dr. Hubert Messner im Hinblick auf die Presseaussendung des Vereins Robin klar. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1285041_image" /></div> <BR /><BR />„Wir beobachten keine negative, sondern im Gegenteil eine positive Trendwende bei den Wartezeiten. Wir konnten 2025 bereits deutlich mehr Anfragen von Erstvisiten innerhalb der vorgesehenen Frist anbieten – und das, obwohl die Anfrage nach Terminen stetig ansteigt“, so Dr. Messner. <BR /><BR />Laut Landesrat wurden 2025 Termine für prioritäre Visiten im Durchschnitt innerhalb von 8,5 Tagen angeboten, „2024 lag der Durchschnitt noch bei 9,8 Tagen“. Vorgesehen ist die Abwicklung von prioritären Visiten innerhalb von 10 Tagen. Auch bei den aufschiebbaren und programmierten Erstvisiten habe man Termine innerhalb deutlich kürzerer Zeit anbieten können: „Bei den aufschiebbaren Visiten sank die durchschnittliche Zeit von 34 auf 29 Tage, bei den programmierten Visiten von 52,7 auf 45,9 Tage“. Und das, obwohl man gleichzeitig „eine deutliche Steigerung bei den Anfragen“ verzeichnet habe (plus elf Prozent). <BR /><BR />„Dass wir es zeitgleich geschafft haben, die Wartezeiten im Schnitt über alle Bereiche deutlich zu senken, ist ein großer Erfolg“, betont der Landesrat. Er stellt aber auch klar, dass die durchschnittliche Verbesserung der Wartezeiten „nicht bedeutet, dass es keine kritischen Bereiche mehr gibt: Uns ist sehr wohl bewusst, dass in einigen Bereichen die Wartezeiten weiterhin zu lang sind. Wir beobachten diese Bereiche mit großer Aufmerksamkeit und haben spezifische Maßnahmen für diese Fachbereiche auf den Weg gebracht, um auch diese Wartezeiten weiter zu verbessern.“ <BR /><BR />Durchschnittlich wurden 2025 in Südtirol 84 Prozent der prioritären Erstvisiten innerhalb der vorgesehenen zehn Tage angeboten. 2024 lag dieser Wert noch bei 78 Prozent. Auch bei den aufschiebbaren Erstvisiten hat sich der Index deutlich von 74 auf 83 Prozent erhöht, bei den programmierten Erstvisiten von 83 auf 89 Prozent. „Wir können feststellen: Die Richtung stimmt“, sagt Landesrat Dr. Messner.