Gleich 3 verschiedene „hoch ansteckende Viren“ halten Südtirol laut Dr. Patrick Franzoni derzeit in Atem. Zu Corona und Grippewelle ist nun auch noch das RS-Virus dazugekommen, das vor allen Dingen für kleine Kinder zum Problem werden kann. In der vergangenen Woche wurden Südtirols Notaufnahmen regelrecht überrollt. <BR /><BR />„Diese Entwicklung war abzusehen, wir sehen die <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/gesundheit/bei-kindern-das-sind-anzeichen-einer-gefaehrlichen-rsv-infektion" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">RSV-Welle </a>in ganz Europa. Im Sanitätsbetrieb haben wir daher rechtzeitig auch dafür eine task force eingesetzt und vor allen Dingen dafür gesorgt, dass die Sauerstoffgeräte, die wir für die Corona-Patienten ja aufgestockt hatten, nun ausreichend in den Kinderabteilungen und Neugeborenenstationen der Krankenhäuser vorhanden sind“, berichtet der stellvertretende Covid-Einsatzleiter. <BR /><BR />Durchaus nicht alle Kinder, die in der Notaufnahme vorstellig wurden, mussten stationär aufgenommen werden: „Aber wenn ein kleines Kind über mehrere Tage 39/40 Grad Fieber hat, dann machen sich die Eltern natürlich Sorgen. Und wenn dann aus dem Territorium keine Antwort kommt, eilen sie in die Erste Hilfe. So wurden wir ein wenig überrollt.“ <h3> 20 kleine Patienten im Spital</h3>Aktuell, so Dr. Franzoni, sind es in ganz Südtirol 20 Säuglinge und Kleinkinder, die stationäre Hilfe benötigen. Und da vor allen Dingen Atmungshilfe durch die Sauerstoffgeräte. Die glücklicherweise derzeit kaum von Corona-Patienten gebraucht werden. <BR /><BR />„Die Südtiroler haben die Impfungen, gerade auch die Doppelimpfungen Corona/Influenza, gut angenommen. Zu Beginn der Impfkampagne haben sich 80 Prozent für die Doppelimpfung entschieden. Derzeit liegen wir bei 70 Prozent. Insbesondere die über 60-Jährigen haben das Angebot der Doppelimpfung zu 80 Prozent angenommen, das ist ein gutes Zeichen“, freut sich Dr. Franzoni.<BR /><BR /><embed id="dtext86-57322981_quote" /><BR /><BR />Hilfreich sei dabei auch, dass „der Grippeimpfstoff heuer ganz besonders wirksam ist“, erklärt der Arzt. Der Grund? „In Australien wird es gerade wieder Sommer, die haben die Grippewelle also schon lange hinter sich. Der Impfstoff wurde auf Basis dieses Grippevirus für heuer angepasst – und wir sehen jetzt, dass sich das Virus bei seiner Reise zu uns nicht verändert hat. Der Impfstoff ist also ideal an den Virus angepasst.“ Eine gute Entwicklung zeige sich auch beim Coronavirus, bei dem sich weltweit die Omikron-Variante durchgesetzt habe. <BR /><BR />„Der klinische Verlauf ist hier immer derselbe und vor allen Dingen bei gesunden jungen Leuten verläuft die Infektion in der Regel glimpflich. Derzeit sind die Grippe-Symptome sogar gravierender. Erleichternd hinzu kommt der mittlerweile gute Impfschutz der Bevölkerung“, so Dr. Franzoni.<BR />