Die Leitung der Kapuzinerprovinz Venedig, zu der auch die Kapuzinerprovinz Brixen gehört, hat beschlossen, den Garten nicht mehr zu vermieten. <BR /><BR />Zum besseren Verständnis: Der Kapuzinergarten sollte als „Garten der Stille“ bereits 2017 geöffnet werden. Daraus wurde zunächst nichts. 2020 erfolgte im Rathaus ein weiterer Anlauf. Der damalige Bürgermeister Paul Rösch und P. Franz Zitturi, der damalige gesetzliche Vertreter der Kapuzinerprovinz Brixen, unterzeichneten einen Mietvertrag, mit dem der Gemeinde das Oberflächenrecht auf den 5500 Quadratmetern Fläche für 6 Jahre überlassen wurde. <BR /><BR />Der Mietzins: 3000 Euro pro Jahr. Für die Einrichtung des „Gartens der Stille“ seien keine größere Maßnahmen notwendig, hieß es im Mai 2020.<BR /><BR />„Das stimmt nicht. Denn der Mietvertrag war so nicht umsetzbar. Auflage für die Nutzung des Gartens war, dass man 2 neue Eingänge hätte schaffen müssen und wir diese bei Auslaufen des Vertrags wieder hätten rückbauen müssen. Zudem war im Vertrag ausdrücklich festgeschrieben worden, dass der Mietvertrag nicht verlängert werden kann“, sagt Vizebürgermeisterin Katharina Zeller. <BR /><BR /><embed id="dtext86-65461869_quote" /><BR /><BR />Aus eben diesem Grund stellte die Gemeinde vor längerer Zeit den Antrag an den Kapuzinerorden, von diesem 6-jährigen Mietvertrag zurückzutreten. Denn diese Investition wäre so groß gewesen, dass man sie sich nie und nimmer hätte rechtfertigen lassen. „Bau der Eingänge und Rückbau bei Auslaufen des Vertrags hätte sich zeitlich nicht machen lassen“, sagt Zeller. Wegen der Umstrukturierung des Kapuzinerordens sei der Gemeinde auch lange nicht klar gewesen, wer im Orden die Entscheidung fälle.<h3> „Das Aus ist sehr schade“</h3>Trotzdem tue ihr jetzt das komplette Aus für eine Öffnung des Kapuzinergartens leid. „Es ist sehr schade, dass wir dem Wunsch der Bevölkerung den Garten zu öffnen und eine Grünzone mehr zu haben, nicht erfüllen können“, sagt die Vizebürgermeisterin. Man hätte gerne andere Konditionen ausgehandelt.<BR /><BR />Dass der Kapuzinerorden nun von einer Vermietung gar nichts mehr wissen wolle, sei „eine Entscheidung, die nicht so ausgefallen ist, wie ich sie mir gewünscht hätte“, sagt Katharina Zeller. Offenbar habe das Thema Sicherheit und die Erfahrungen mit dem Kapuzinergarten in Bozen auch das Seine dazu beigetragen.