Alles begann mit einer Suche: Als Marc Perin acht Jahre alt war, brachte sein Vater eine Gitarre für den Eigenbedarf nach Hause. Marc war sofort fasziniert, musste das Instrument in der Wohnung aber erst einmal aufspüren: „Ich bin richtig auf die Suche danach gegangen – seitdem lässt mich die Gitarre nicht mehr los.“ <BR /><BR />Der endgültige „Klick-Moment“ folgte später per Audiokassette: Sein Vater hatte im Radio ein Konzert des mexikanischen Duos Rodrigo y Gabriela aufgenommen. „Als ich diese Musik hörte, wusste ich: Das will ich auch machen.“<h3> Die Gitarre wird zur ganzen Band</h3>Perin verschrieb sich dem Fingerstyle. Bei dieser Spieltechnik werden die Saiten nicht mit einem Plektrum angeschlagen, sondern einzeln mit den Fingern gezupft. Das Besondere: Die Gitarre übernimmt gleichzeitig die Rolle von Bass, Begleitung, Melodie und – durch gezielte Schläge auf den Korpus – sogar die Perkussion. „Mich fasziniert, dass man mit einem einzigen Instrument eine ganze Band simulieren kann“, so Perin. <BR /><BR />Diese klangliche Fülle prägt auch seine aktuellen Projekte. Seit drei Jahren harmoniert er als Duo mit Damian Hofmann an der Steirischen. Auf ihrem gemeinsamen Album „Vielleicht“ mischen sich tiefgründige Eigenkompositionen mit eigenwilligen Cover-Versionen von Ed Sheeran bis Michael Jackson. „Wir setzen uns musikalisch keine Grenzen“, erklärt Perin. „Ein Lied kann von den Red Hot Chili Peppers inspiriert sein, das nächste von einem Kirchenlied oder einer Musikkapelle.“<h3> Statement für bewussten Konsum</h3>In den nächsten Wochen erscheint Perins Solo-Album „Tony und die Freiheit“. Der Titel ist eine doppelte Verneigung. Zum einen vor seinem Idol Tommy Emmanuel – dem australischen Weltstar, der als unangefochtener König des Fingerstyles gilt und das Genre wie kein Zweiter geprägt hat.<BR /><BR />Von italienischen Fans oft liebevoll „Tony“ genannt, dient Emmanuel Perin nicht nur als technisches, sondern auch als philosophisches Vorbild. „Freiheit bedeutet für Tommy, einfach nur zu spielen. Alles andere um ihn herum wird in diesem Moment unwichtig“, erklärt Perin.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1296216_image" /></div> <BR /><BR />Das Werk wird auf Kassette veröffentlicht. Für Perin ist es ein Statement für bewussten Konsum. „Mir gefällt der Gedanke nicht, dass heute alles per Knopfdruck sofort verfügbar ist. Dadurch verliert Musik oft ihren Wert und ihre Tiefe.“ Die Kassette hingegen zwinge den Hörer dazu, sich wieder richtig Zeit zu nehmen, die A- und B-Seite am Stück zu hören. Darauf zu finden ist auch Perins „Schnauzbartlmarsch“ (siehe Video).<h3> Freitag ist „Backstage“-Tag</h3><i>Jeden Freitag stellen wir im Rahmen von „Backstage“ die beste Musik „Made in Südtirol“ vor - im „Dolomiten Magazin“, auf „STOL“ und im Rahmen des „Hitcountdowns“ auf „Südtirol 1“. „Backstage“ bietet heimischen Künstlerinnen und Künstlern die größte mediale Bühne des Landes.</i>