Die Luft flimmert, der Schweiß rinnt, jeder Schritt fällt schwer: 37 Grad Celsius heiß ist es an diesem Nachmittag im Zentrum von Bozen – im Schatten. Da tut etwas Abkühlung und Erholung gut. Und diese ist gar nicht weit entfernt: Im Dom von Bozen herrschen 27,8 Grad Celsius. Hat man erst die Tür hinter sich geschlossen, breitet sich langsam ein Gefühl wohltuender Erleichterung aus, spürbar atmet man auf. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1332420_image" /></div> <BR />Auch in Kaltern lädt die Pfarrkirche dazu ein, der Sommerhitze einen Moment zu entkommen. „Derzeit messen wir Temperaturen zwischen 22 Grad Celsius und 26 Grad Celsius. In der Sakristei ist es noch frischer. Am Morgen hat es dort oft um die 22 Grad Celsius“, berichtet Raphael Lantschner, Mesner in Kaltern. <h3> Warum die Hitze draußen bleibt</h3>Warum sind Gotteshäuser aber solche Oasen an heißen Tagen? Warum bleibt es dort trotz Außentemperaturen von beinahe 40 Grad Celsius so angenehm frisch? „Dies ist bei historischen Kirchenbauten bedingt durch das große Raumvolumen, die relativ massiven Außenmauern und die eher kleinen Fensteröffnungen in Bezug auf das Raumvolumen“, weiß der Sterzinger Architekt Siegfried Delueg. <BR /><BR />Der Kühlungseffekt sei besonders bei historischen Kirchen groß. „Wie gesagt, sie verfügen über ein großes Raumvolumen, dicke Außenmauern (aus Stein) und nicht zu große Fenster.“ Diese Eigenschaften haben moderne Kirchen weniger und sind deshalb von Überhitzung unter Umständen auch betroffen. Trotzdem sollten auch historische Kirchen in der Nacht gelüftet und tagsüber geschlossen gehalten werden, rät der Architekt.