Für die ungewöhnliche Aktion in der Bischofskirche muss auch der Adventskranz weichen. <BR /><BR /><BR />Wie Domdekan Ulrich Fistill mitteilte, hatten Verantwortliche des Doms vor 2 Wochen Schäden am Marmoraufbau des Altars entdeckt. Sie informierten daraufhin einen Restaurator. Der Experte stellte laut Domdekan fest, dass die Schäden nicht nur „kosmetischer Natur“ seien, sondern der Marmor unter Druck stehe.<BR /><BR />„Ein Statiker entdeckte weitere Risse und Brüche“, sagte Fistill. Um die Schäden sowie das Ausmaß des Problems genauer zu untersuchen und um eine Lösung zu finden, ließ der Statiker am Dienstag einen Hebekran am Kassianaltar errichten. Dafür wurde der Adventskranz in die Höhe gezogen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="840824_image" /></div> <BR /><BR />Am Altarbild – in rund 15 Metern Höhe – entdeckte der Statiker weitere Schäden und alte Risse, die sich wieder geöffnet hatten. Da er Feuchtigkeit im Mauerwerk ausschließt, muss sich der Altar statisch bewegt haben – ob im Aufbau oder Fundament, das ist noch unklar. „Es besteht aber keine Gefahr. Die Untersuchungen werden mehrere Monate dauern. Dieser Teil des Domes bleibt abgesperrt“, erklärte Fistill.<BR /><BR />Bei der Untersuchung zeigte sich eine weitere Erkenntnis: Die Gesichter und Figuren im Gemälde scheinen laut Fistill aus der Nähe nicht aus der Barockzeit zu stammen, sondern aus den Jahren der Restaurierung Ende des 19. Jahrhundert. „Wir prüfen, ob es bereits früher Schäden gab und die Figuren bei der Restaurierung gemalt wurden“, sagte Fistill. <BR /><BR /> Franz Faber aus Telfs errichtete den Kassianaltar 1754 bis 1756 aus Rosso-di-Francia-Marmor. Im Sarkophag aus weißem Carrara-Marmor befinden sich die Reliquien der Bischöfe Ingenuin von Säben und Albuin von Brixen. Das Altarbild schuf Paul Troger 1753.<BR />