Samstag, 01. Januar 2022

Warum im Passeier eine Straße nach einer Hebamme benannt ist

Rosa Lorenz (1883–1964) war eine ganz besondere Frau und Hebamme. Vor dem Vergessen bewahrt sie die Entscheidung des Gemeinderats von St. Martin in Passeier, eine Straße nach ihr zu benennen. + Von Lisa Ehrenstrasser

Ein Bild aus längst vergangener Zeit: Rosa Lorenz (Sechste von links) mit ihrem zweiten Ehemann Alois Gufler (Achter von links), Marta Spinell geb. Auer (von links) mit Rosas Sohn Anton Spinell sowie Anna Spinell geb. Klotz (rechts) und Tochter Anna Spinell (Dritte von rechts). Der Fotograf war Rosas Sohn Josef.
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Ein Bild aus längst vergangener Zeit: Rosa Lorenz (Sechste von links) mit ihrem zweiten Ehemann Alois Gufler (Achter von links), Marta Spinell geb. Auer (von links) mit Rosas Sohn Anton Spinell sowie Anna Spinell geb. Klotz (rechts) und Tochter Anna Spinell (Dritte von rechts). Der Fotograf war Rosas Sohn Josef. - Foto: © privat

Die Hebamme Rosa Lorenz, die Muller Rouse, als die sie die älteren St. Martiner noch in Erinnerung haben, war eine außergewöhnliche Frau. Sie kümmerte sich auch um ledige Mütter, ließ die unehelichen Kinder in der Kirche taufen und vermittelte sie auf Bauernhöfe in der Umgebung, wenn sie deren Mütter nicht behalten konnten. Dafür wurde sie nicht, wie man in jener Zeit meinen könnte, verachtet und angefeindet, nein, sie war hoch geachtet.

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