Derzeit gibt es im Trentino 26 offiziell erfasste Wolfsrudel. <BR /><BR />Der vor wenigen Tagen im Fassatal gefundene Kadaver wurde von Beamten der Forstwache geborgen und – wie vorgeschrieben – von einem Tierarzt obduziert. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um ein weibliches Tier handelt, das etwa ein Jahr alt war. Die Wölfin hatte eine starke Prellung am Hals und eine Wunde im Bereich der Lungen; die Verletzungen hatte sie sich vermutlich bei der Jagd auf einen Hirsch zugezogen. <BR /><BR />Nachrichten wie diese werden immer häufiger, da die Zahl der Wölfe im Trentino von Jahr zu Jahr zunimmt. Tot aufgefundene Wölfe werden zur Feststellung der Todesursache einer Obduktion unterzogen. Die Computertomografie ermöglicht es, ein dreidimensionales Bild des Tieres zu erhalten und so Knochenbrüche und Verletzungen innerer Organe sowie die daraus resultierenden Blutungen zu erkennen. <h3> Zusammenstöße mit Autos</h3>Die festgestellte Todesursache bei Wölfen ist fast immer traumatischer Natur und wird oft durch Zusammenstöße mit Autos und Zügen verursacht. In letzter Zeit hat jedoch auch die Räude unter diesen Wildtieren einige Opfer gefordert.<BR /><BR />Immer wieder steht auch der Verdacht im Raum, dass Wölfe gezielt getötet werden sollen. So wurde im Dezember im Rabbi-Tal ein Tier gefilmt, das an einer Straße entlanghumpelte, weil ihm ein Teil der vorderen Pfote fehlte. Tierschützer forderten ein Eingreifen der Behörde, weil diese Verletzung möglicherweise von einem Schuss oder einer Falle verursacht sein könnte. <BR /><BR />Ein Fall von illegalem Abschuss ist dokumentiert: Im Mai 2019 wurde im Bachbett des Avisio im Fleimstal ein Wolf gefunden, der durch einen Schuss getötet wurde.