<b>von Micaela Taroni</b><BR /><BR />Erwartet wird, dass die Geburten 2024 noch stärker zurückgehen. Nach den vorläufigen Daten für den Zeitraum Jänner bis Juli gab es 4.600 Geburten weniger als in den ersten 7 Monaten des Jahres 2023. Zum Vergleich: 2008 waren 576.000 Kinder zur Welt gekommen. Gegenüber diesem Jahr ist die Zahl der Geburten um 34 Prozent eingebrochen. Seit 2008 kamen jährlich 13.000 weniger Kinder zur Welt. <h3> Durchschnittsalter steigt</h3>Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes lag in Italien 2023 bei 31,7 Jahren, 1995 waren es noch 28 Jahre. Im Gegensatz zu den letzten Jahren ist die Zahl der außerehelich geborenen Kinder 2023 leicht rückläufig: Sie liegt bei 160.942, was einem Rückgang von etwas mehr als 2.000 gegenüber 2022 entspricht. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Geburten nimmt jedoch weiter zu (42,4 Prozent im Jahr 2023, das sind 0,8 Prozentpunkte mehr gegenüber 2022).<h3> Warum immer weniger Kinder bekommen</h3>„Die Verlängerung der Zeit, die junge Menschen benötigen, um ihre Herkunftsfamilie zu verlassen, einen festen Arbeitsplatz zu finden, der problematische Zugang zum Wohnungsmarkt und nicht zuletzt die freiwillige Entscheidung, den Wunsch, Eltern zu werden, aufzugeben oder zumindest in die Zukunft zu verschieben, gehören zu den Faktoren, die zum Rückgang der Geburtenrate beiträgt“, stellten die Istat-Experten fest. Auch bei den in Italien lebenden Migranten sinkt die Geburtenrate. 21,3 Prozent der Kinder, die 2023 zur Welt kamen, hatten einen ausländischen Elternteil. Ihre Gesamtzahl sank von 82.216 im Jahr 2022 auf 80.942 im Jahr 2023. Seit 2012, dem letzten Jahr, in dem ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war, betrug der Rückgang 27.000.<h3> Bevorzugte Namen</h3>Buben, die 2023 zur Welt gekommen sind, heißen vorzugsweise Leonardo, gefolgt von Edoardo und Tommaso. Bei Mädchen sind die Namen Sofia, Aurora und Ginevra am beliebtesten. In Südtirol waren Noah und Emma die bevorzugten Namen für Neugeborene.<BR /><BR />Im Jahr 2023 lag der Anteil der Kinder mit väterlichem und mütterlichem Doppelnachnamen an der Gesamtzahl der Geburten bei 6,2, das sind 3,8 Prozentpunkte mehr als 2020. Obwohl ein Anstieg in allen Gebieten zu beobachten ist, ist das Phänomen in Norditalien stärker verbreitet. Hier liegt der Prozentsatz der Kinder mit doppeltem Nachnamen bei über 7 Prozent, im Süden bei 4 Prozent.