Mit Verweis auf ähnliche Untersuchungen und wissenschaftliche Studien in aller Welt wird festgehalten, dass gerade die katholische Kirche ein Umfeld schaffe, in dem solche Vergehen „wenn nicht ermöglicht, so doch begünstigt“ werden, heißt es in dem Bericht. <BR /><BR />Als Gründe für dieses gefährliche „Klima“ werden genannt: <b>unreife Sexualität</b> und fehlende Strategien zum <b>Umgang mit der eigenen Sexualität</b>, <b>Überforderung</b> von Priestern und damit einhergehende <b>Vereinsamung</b>, <b>Tabuisierung</b> und negative Konnotation der Sexualität per se in der kirchlichen Lehre und „daraus resultierende <b>Sprach- und Hilflosigkeit</b> der eigentlich zur Beseitigung dieser Missstände berufenen Verantwortlichen.“ <BR /><BR />Als Fehler im System werden weiters <b>Klerikalismus</b> und männerbündische Systeme, die Angst vor einem Skandal und einer Befleckung der Kirche sowie damit einhergehendes „Ausblenden der unsagbar traurigen Tatfolgen für die Missbrauchsbetroffenen“ genannt. Eine ungute Rolle spielt auch die mangelnde Fehlerkultur.