Die PNRR-Gelder für die aus dem Wiederaufbaufonds entkoppelten Gemeinschaftshäuser von Bozen und Neumarkt wurden auf die Häuser von Mals, Leifers und Bozen Loew-Cadonna umgelegt. „Das konnten wir mit Rom aushandeln“, erklärt Landesrat Dr. Hubert Messner. Demnach hat Rom auch zugesagt, alle PNRR-Gelder auszuzahlen, obwohl – wie berichtet – statt zehn nur sieben Häuser zum Stichtag 31. Mai fertiggestellt waren.<BR /><BR />Zehn Gemeinschaftshäuser waren bekanntlich ursprünglich für Südtirol vorgesehen. Doch bei der Realisierung kam es – wie berichtet – bei fünf Häusern zu Verzögerungen. Beim Gemeinschaftshaus Meran wurde die Verspätung laut Landesrat Dr. Messner durch die ausführende Baufirma verursacht. Dies schreibt er in einer Antwort auf eine Anfrage der Team K-Landtagsabgeordneten Maria Elisabeth Rieder. <BR /><BR />Darin betont er, dass der Südtiroler Sanitätsbetrieb entsprechende administrative Schritte zur Einbehaltung der Kaution bzw. für Schadensersatzforderungen eingeleitet hat. Beim Gemeinschaftshaus Bruneck sei die Verspätung auf zwei Gründe zurückzuführen: Zum einen habe es Verzögerungen in der Freigabe für das Projekt durch die italienischen Staatsbahnen gegeben. Diese sei notwendig, da der Bau unmittelbar an die Zuggleise erfolgt. <BR /><BR />Der zweite Grund sind Verzögerungen in der Planung und Projektierung der Inneneinrichtung. Und das Gemeinschaftshaus Sterzing ist erst später in das Projekt nachgerückt (statt eines Hauses in Eppan). Entsprechend hätten sich Planung, Projektierung sowie der Baubeginn verspätet. Diese Häuser werden heuer bzw. 2027 fertig – und Rom drückt ein Auge zu. Bis 2028 wird es allerdings beim Gemeinschaftshaus Neumarkt (langwierige Standortsuche) sowie dem ersten Bozner Standort neben dem Krankenhaus (Streit zwischen Baufirmen) dauern. Weswegen, wie berichtet, zwei weitere Häuser ihren Platz im Projekt einnehmen: Mals und Bozen Loew-Cadonna.<BR /><BR />„Die ursprünglich für den Neubau neben dem Landeskrankenhaus Bozen genehmigten PNRR-Gelder von 1,437 Millionen Euro fließen zur Gänze in den zweiten Bozner Standort am Loew-Cadonnaplatz. Die für das Haus in Neumarkt genehmigten PNRR-Gelder von ebenfalls 1,437 Millionen Euro fließen mit 100.000 Euro in den Malser Umbau und mit 237.000 ebenfalls ins Haus Loew-Cadonna und 1,1 Millionen Euro ins Leiferer Haus“, erklärt Dr. Messner.<BR /><BR />Rom zahlt allerdings nur, wenn auch Brüssel für – italienweit – nicht fertiggestellte PNRR-Strukturen der wohnortnahen Versorgung ein Auge zudrückt. „Nach meinen Informationen wird die EU die Gelder auszahlen“, beruhigt der Landesrat.