Zu den spannenden Details dieser Geschichte gehört auch die Suche nach einem sagenhaften Schatz, die bis heute läuft. Dort sollen sich auch unbezahlbare Kostbarkeiten der Christenheit befinden. <BR /><BR />Die spanische Vereinigung „Souveräner Orden des Tempels von Christus“, die sich als rechtmäßige Nachfolgeorganisation des Templerordens sieht, hat Klage gegen Papst Franziskus vor einem Gericht eingereicht.<BR /><BR /> Die Templer fordern vom Papst die Rehabilitierung des 1312 von Papst Clemens V. aufgelösten Ordens. Der Templerorden sei „auf illegitime Weise“ verboten worden, die damalige Entscheidung von Clemens V. ein „riesiger Fehler“ gewesen. Der Auflösung sei ein „niederträchtiger Prozess ohne Vorlage von Beweisen“ vorausgegangen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="953938_image" /></div> <BR /><BR />Die Templer fordern Schadensersatz für die Beschlagnahmung ihrer Güter, die zu einem großen Teil dem Malteserorden übergeben worden seien, so die Klageschrift. Zudem will sich die selbst ernannte Nachfolgevereinigung des Tempelordens unter anderem das Recht erstreiten, Gotteshäuser zu errichten. <BR />Die im Zuge des Verbots des Ordens getöteten Tempelritter des 14. Jahrhunderts sollen als Märtyrer anerkannt werden. Ihre künftige Aufgabe sehen die Templer als „Heer oder bewaffnetes Korps“, das in religiösen Konflikten einschreiten und zwischen den sich gegenüberstehenden Parteien vermitteln könne.<h3> Bisherige Klagen gegen Papst ohne Erfolg</h3>Es ist nicht das erste Mal, dass die Templer ihre Rehabilitierung vom Vatikan verlangen. Auch 2005, 2006 und 2007 hatte die Vereinigung gegen den Papst geklagt, bislang stets ohne Erfolg. <BR /><BR />Die „Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem“, wie der volle Name des Templerordens lautet, bestand als geistlicher Ritterorden von 1118 bis 1312. Weil die direkt dem Papst unterstellte Gemeinschaft nach Ende der Kreuzzüge zu einer wirtschaftlichen und politischen Großmacht aufstieg, sahen viele weltliche Herrscher ihre Macht in Gefahr; der Reichtum der Templer weckte die Habgier der Mächtigen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="953941_image" /></div> <BR /><BR />Ab 1307 trieb vor allem der französische König Philipp IV. die Auflösung des Ordens voran. Papst Clemens V. ließ zu dieser Zeit die Gemeinschaft von kirchlicher Seite prüfen, es gab keine Beanstandung; das geht aus dem vor einigen Jahren im Vatikanarchiv gefundenen „Pergament von Chinon“ hervor. <BR /><BR />Trotzdem knickte der Papst vor dem König ein, am 22. März 1312 löste er die „Arme Ritterschaft Christi“ mit der Bulle „Vox in excelso“ auf. Vor allem in Frankreich wurden viele Ritter in den weißen Mänteln mit rotem Kreuz verhaftet, der Ketzerei angeklagt, gefoltert und auf Scheiterhaufen verbrannt. Der letzte Großmeister wurde am 18. März 1314 in Paris auf diese Weise hingerichtet.<BR /><BR />WISSENSWERT<BR /><BR />Um das Jahr 1118/19 gründen französische Ritter in Jerusalem einen Orden zum Schutz der Pilger im Heiligen Land; es ist der erste Orden, der die Ideale des Rittertums mit dem Mönchtum verbindet. Das erste Hauptquartier befindet sich auf dem Jerusalemer Tempelberg – daher der Name. <BR />Nach der Zeit der Kreuzzüge verbreitet sich der Orden schnell in ganz Europa. Weil die Templer als einzige Christen Geld gegen Zinsen verleihen dürfen, wird der Orden immens reich; viele Herrscher haben bei ihm Schulden. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="953944_image" /></div> <BR /><BR />Wo ist der enorme Besitz geblieben? Seit Jahrhunderten läuft die Suche nach dem sagenhaften Schatz, den die Templer angeblich bei der Auflösung des Ordens versteckten. <BR /><BR />Er besteht u.a. aus Goldmünzen und 3 unbezahlbaren Kostbarkeiten: der Kelch Jesu beim Letzten Abendmahl (Heiliger Gral), dann die Lanze, mit der ein Soldat Jesus am Kreuz in die Rippen stach und schließlich die Bundeslade mit den Tafeln der Zehn Gebote, mit der das jüdische Volk nach der Befreiung aus Ägypten das Gelobte Land zog und die im Tempel in Jerusalem verwahrt wurde.<BR />