Warum das so ist und wie viele Impfstoffdosen in Südtirol derzeit lagern. <BR /><BR />Während andernorts aufgrund sinkender Nachfrage Corona-Impfstoff in den Lagern vermodert, hat Rom seine Lieferungen an Südtirol umgestellt. Doch auch hierzulande wurden in der Vergangenheit tausende Dosen an Impfstoff, die nahe am Ablaufdatum waren, zurückgeschickt, andere mussten gar entsorgt werden.<BR /><BR />Rund 120.000 Dosen Corona-Impfstoff liegen im Moment in den Gefrierschränken des Sanitätsbetriebes. „Damit sollten wir locker bis zum Jahresende auskommen – vorausgesetzt, die Nachfrage steigt nicht rasant an“, sagt Dr. Martin Großgasteiger, geschäftsführender Direktor des pharmazeutischen Dienstes vom Südtiroler Sanitätsbetrieb. Nur knapp 5650 Erstdosen sind vergangene Woche in Südtirol verimpft worden. Zusammen mit Zweit- und inzwischen auch Dritt-Dosen kam Südtirol auf insgesamt 10.450 Coronaschutzimpfungen in einer Woche. <BR /><BR />Da der eingelagerte Impfstoff ausreicht, wurde die Lieferung von neuem Impfstoff kurzerhand umgestellt. Demnach schickt Rom erst dann wieder, wenn Südtirol eine Bestellung abgibt. „Und man hat uns versichert, dass wir den Impfstoff innerhalb einer Woche nach Bestellung auch geliefert bekommen“, so Dr. Großgasteiger. So könne sichergestellt werden, dass Impfstoff nicht verfällt.<BR /><BR />Wie jetzt bekannt wurde, musste aber auch hierzulande Impfstoff entsorgt bzw. zurückgeschickt werden, weil er nahe am Ablaufdatum war. Rund 10.000 Dosen AstraZeneca gingen zurück nach Rom. „Diese waren kurz vor dem Verfallsdatum, und wir haben Rom mitgeteilt, dass wir nicht imstande sind, ihn zu verimpfen“, bestätigt Florian Zerzer, Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes, auf Nachfrage. Der Impfstoff sei sofort einer anderen Region zur Verfügung gestellt worden, die diesen dringend brauchte.<BR /><BR />Dass der eingelagerte Impfstoff – es handelt sich in erster Linie um BioNTech/Pfizer und Moderna – verfällt, sei laut Dr. Großgasteiger sehr unwahrscheinlich. Immerhin hat das Gesundheitsministerium erst vergangene Woche die Ablaufzeit von bislang 6 auf jetzt 9 Monate erhöht. Entsorgt würden nur hin und wieder einzelne Impfdosen, die bereits aufgetaut, dann aber nicht gebraucht würden. „Es passiert halt ab und zu, dass am Ende des Tages die eine oder andere bereits angebrochene Dose übrig bleibt“, sagt Dr. Großgasteiger. Das halte sich aber alles im Rahmen.