Es deutet einiges darauf hin, dass Busunternehmen immer weniger daran interessiert sind, den Schülertransport zu übernehmen. <BR /><BR />In einigen Orten hat man einfach Linien zusammengelegt und fährt dort mit größeren Bussen. „Ein Umstand, der laut Ausschreibung für den Schülertransportdienst gar nicht erlaubt wäre“, ärgert sich die Landtagsabgeordnete Myriam Atz Tammerle (Süd-Tiroler Freiheit).<BR /><BR />Wie viele Linien beim Schülertransport landesweit noch immer nicht abgedeckt sind, ist unklar. Im Eisacktal sind es deren 5, im Burggrafenamt wohl dieselbe Zahl. „Im Wipptal sind nun sogar Schulen selbst aktiv geworden und haben auf eigene Faust bei Mietwagenunternehmen angefragt, ob diese den Schülertransport übernehmen könnten“, berichtet Atz Tammerle. <BR /><BR />Dabei hätte nach dem im Vorjahr erfolgten Zuschlag ans Konsortium der Mietwagenunternehmer (KSM) beim Schülertransport alles besser werden sollen. Nach verschiedenen Protesten von Mietwagenunternehmern war es im vergangenen Herbst zu einer Aussprache zwischen LVH- und KSM-Bereichsvertreter und Atz Tammerle gekommen, und man schien bestrebt, die Situation zu verbessern.<BR /><BR /> „Wie es scheint, sind aus den verschiedensten Gründen aber immer weniger Mietwagenunternehmen daran interessiert, den Schülertransport zu übernehmen“, so Atz Tammerle. „Und beim KSM sucht man offensichtlich selbst bei Nicht-Mitgiedern händeringend nach Unternehmen, die Fahrdienste übernehmen könnten.“<h3> Ungleichgewicht durch Kleinbusse statt 9-Sitzern</h3>Eine der Ursachen, warum sich das Interesse vieler Mietwagenunternehmer in Grenzen hält, scheine laut Atz Tammerle am Geld zu liegen. Gar einigen Unternehmern, die bislang Linien im Tal bedient haben, sollen nun plötzlich Linien am Berg bedienen. „Bei mehr Kosten und weniger Geld“, so Atz Tammerle. <BR /><BR />Aber auch organisatorisch scheint es zu hapern. „So sollen gar einige Mietwagenunternehmen, die bislang den Schülertransport in ihrem Dorf durchgeführt haben, diesen nicht mehr zugesprochen bekommen haben, stattdessen andernorts den Dienst durchführen müssen“, weiß die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit. „Vor allem unter dem Gesichtspunkt der kurzen Wege und des Umweltschutzes völlig unverständlich.“<BR /><BR />Andernorts hingegen seien laut Atz Tammerle Linien zusammengelegt worden. Wo der Schülertransport bislang mit 9-Sitzern durchgeführt wurde, verkehrt nun ein Kleinbus mit 20 Sitzen. „Diese fallen aber nicht mehr in den Bereich Mietwagen- sondern Busunternehmen und sind somit auch nicht an den vorgeschriebenen Austausch des Fuhrparks gebunden“, so die Abgeordnete. <BR /><BR />Mietwagenunternehmen, die Schülertransport durchführen, dürfen nach der inzwischen abgelaufenen Übergangsfrist nun nämlich nur mehr modernste Kleinbusse mit der besten Abgasklasse einsetzen.<BR />