s+ hat in den Parteizentralen nachgefragt und erfahren, wie viel für den Wahlkampf ausgegeben wurde, wer das Geld dafür aufbrachte und über welche Kanäle die Parteien das Wahlvolk erreichen wollten. <BR /><BR />Noch nie waren die Parteien vor Wahlen so wenig präsent wie dieses Mal. Neben der kurzen Zeit sind es die klammen Parteikassen, die SVP und Co. zum Sparen gezwungen haben. Und bei der deutschsprachigen Opposition konzentriert man sich lieber auf die Landtagswahlen im kommenden Jahr. Der wahre Grund dürfte aber in den klammen Parteikassen liegen.<BR /><BR />Trotz Schulden am Parteikonto einmal mehr „Krösus“ unter den wahlkämpfenden Parteien war die <b>SVP</b>. „Wir haben unser veranschlagtes Budget von 155.000 Euro punktgenau ausgegeben“, sagt Parteisekretär Stefan Premstaller. Finanziert wurde der Wahlkampf diesmal von den Kandidaten selbst. „Jeder Kandidat musste vor der Wahl je 10.000 Euro setzen. Jene 5, die dann auch gewählt worden sind, müssen jetzt noch einmal 20.000 Euro drauflegen“, so Premstaller. <BR /><BR />Anders als bei anderen Wahlkämpfen wurde diesmal auf Kampagnen in Medien und per Post so gut wie gänzlich verzichtet. „Dafür waren wir 2 Wochen lang mit unseren 2 Wahlkampfbussen im ganzen Land unterwegs, haben in über 100 Orten Halt gemacht“, so Premstaller.<h3> Auch Opposition spart für 2023</h3>Den Sparstift bei der Wahlwerbung angesetzt haben diesmal auch die Oppositionsparteien. Bei ihnen hat die Landtagswahl vom kommenden Jahr deutliche Schatten vorausgeworfen. „Für uns waren diese Parlamentswahlen schon irgendwie ein Testlauf für die Wahlen im nächsten Herbst“, gibt die <b>Freiheitliche</b> Ulli Mair unumwunden zu. Entsprechend wenig haben die Blauen diesmal die Werbetrommel für sich und ihre Kandidaten gerührt. „Rund 3500 Euro haben wir für unseren Parlamentswahlkampf ausgegeben“, so Mair. Ein Bruchteil von dem, was beim letzten und 2023 wohl auch beim anstehenden Landtagswahlkampf ausgegeben wird. Mehr als Geld habe man diesmal Zeit in den Wahlkampf gesteckt, so Mair.<h3> „Immer volles Haus erlebt“</h3>Mehr Zeit als Geld in den Parlamentswahlkampf gesteckt hat man auch beim <b>Team K</b>. „Wir haben so ziemlich genau 10.000 Euro ausgegeben. Mehr war einfach nicht drin“, sagt Paul Köllensperger. Mit diesem Geld habe man – bis auf wenige Ausnahmen im Land – plakatiert, an die 20.000 Flugblätter drucken lassen und in 3 Zeitungen je ein Inserat geschaltet. Das Groß der Werbung sei aber über die Sozialen Medien erfolgt. „Und natürlich waren wir vor Ort präsent“, so Köllensperger. „Wir waren wahnsinnig viel im ganzen Land unterwegs.“<BR /><BR />An die 15.000 Euro haben die <b>Grünen</b> locker gemacht. Wie bei allen anderen floss der Großteil des Geld diesmal aber auch bei ihnen nicht in bezahlte Wahlwerbung. „Ich persönlich bevorzuge sowieso öffentliche Diskussionsrunden an denen Kandidaten mehrerer Parteien teilnehmen. Für den Wähler sind solche Debatten interessanter und ich muss sagen, ich habe bei solchen Veranstaltungen immer volles Haus erlebt“, sagt Brigitte Foppa. „Doch aufgrund des extrem kurzen Wahlkampfes sind auch solche Veranstaltungen diesmal ausgeblieben.“<BR />