<b>von Hildegard Kröss</b><BR /><BR />Seine Praxis im Zentrum von St. Michael in Eppan unterscheidet sich kaum von einer herkömmlichen Haus- oder Zahnarztpraxis. Das helle Wartezimmer ist haustierfreundlich gestaltet und es gibt einen Empfangsbereich für eine vielleicht zukünftige Sprechstundenhilfe. Daneben ein Behandlungsraum mit verschiedenen medizinischen Geräten und einem Behandlungstisch. Weiter verfügt die Praxis über einen Operationsraum und einem hauseigenen Labor.<BR /><BR />„All diese Geräte – wie beispielsweise der Ultraschall – sind notwendig, um eine gute Diagnostik durchzuführen“, erklärt Mederle. Gerade hat er eine Katze auf dem Behandlungstisch. Sie wurde von einem Auto angefahren und muss an einer Pfote behandelt werden. Er hört ihren Herzschlag ab, säubert vorsichtig die Wunde und verbindet sie dann, während sie die Besitzerin festhält. Die ganze Zeit redet er ihr gut zu und die Katze verhält sich erstaunlich ruhig. <BR /><BR />„Es ist mir wichtig, dass meine Patienten und ihre Besitzer sich wohl fühlen. Ich achte darauf, dass sie nicht lange warten müssen, deswegen mache ich Termine. Jeder Stress macht eine Behandlung schwieriger“, sagt er. Seine Patienten, das sind vor allem Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und andere kleine Heimtiere. <BR /><BR />Sein Veterinärstudium hat Mederle in Wien und Budapest absolviert und anschließend in mehreren großen Tierkliniken in Deutschland erste Arbeitserfahrungen und vielseitige Ausbildungen gemacht. Im Laufe dieser Jahre hat sich Mederle profunde Kenntnisse angeeignet und sich auf Zahnheilkunde und Weichteilchirurgie konzentriert. „Deutschland ist europaweit eines der modernsten Länder, was Tiermedizin anbelangt. Es gibt einen großen Bedarf und entsprechend viele große Tierkliniken“, sagt Mederle. Zudem hätten dort die meisten Besitzer ihre Tiere versichert und allgemein könne man sehen, dass das Haustier einen immer höheren Stellenwert im Leben der Besitzer hat.<BR /><BR />„Die Arbeitsmöglichkeiten sind in Deutschland sehr vielseitig und diese großen Strukturen bieten viele Möglichkeiten. Auch der Verdienst als angestellter Tierarzt ist dort weitaus höher als bei uns“, sagt Mederle. Er habe schon überlegt, ob er im Ausland bleiben oder nach Eppan zurückkehren wolle. „Dennoch war für mich als Südtiroler klar, dass ich irgendwann in meine Heimat zurückkehre. Meine Familie lebt in Eppan, die schöne Landschaft und das Klima waren natürlich mit ein Grund und mein Ziel war es schon immer, mir in meinem Heimatort etwas aufzubauen“, sagt Axel Mederle. Mit der Eröffnung der Kleintierpraxis hat er sich nun diesen Traum erfüllt und will definitiv hierbleiben.