Betroffene warten teilweise mehrere Wochen auf einen Termin für die Zweitimpfung. <BR /><BR /><BR />Das Problem ist hinlänglich bekannt: Bei der Anmeldung zur Erstimpfung steht der Termin für den zweiten Piks bereits fest. Nun haben aber sehr viele im Land nach der ersten Dosis den Termin für die zweite abgesagt – meist urlaubsbedingt. Sie alle sind auf einer Warteliste gelandet, die nun nach und nach abgearbeitet wird. <BR /><BR />Obwohl sich bei der Einheitlichen Vormerkstelle des Landes 10 der insgesamt 70 Mitarbeiter ausschließlich um die Neuvergabe solcher Zweitimpftermine kümmern, warten Betroffene teilweise mehrere Wochen auf einen neuen Termin für ihre Zweitimpfung. <BR /><BR /><b>„Hätten die Kapazitäten“</b><BR /><BR />Gleichzeitig sind die Anmeldungen für Erstimpfungen seit Wochen stark rückläufig, täglich Hunderte von Slots in den Impfzentren unbelegt. „Wir hätten locker die Kapazitäten, alle zu impfen“, sagt Gesundheitslandesrat Thomas Widmann und unterstreicht, dass bei den Zweitimpfungen in jedem Fall die von Italiens oberster Gesundheitsbehörde vorgegebenen Zeitabstände eingehalten werden. <BR /><BR />„Ja, bei den Zweitimpfungen staut es sich ein wenig“, bestätigt Peter Auer, Koordinator von „Südtirol impft“, das Problem, das man in der Landesvormerkstelle mit diesen Umbuchungen hat. „Es sind einfach so viele, dass wir nicht nachkommen“, sagt er und verweist auch auf die Komplexität bei der Vergabe neuer Termine. So müssen neben richtigem Impfstoff auch der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung berücksichtigt werden. Wie viele genau betroffen sind, will Auer nicht verraten. Nur so viel: „Wenn es sich um ein paar Hundert handeln würde, hätten wir kein Problem“, sagt er. <BR /><BR /><b>Betroffene selbst schuld</b><BR /><BR />Die Schuld am derzeitigen Zweitimpf-Stau liege aber bei Weitem nicht nur bei der Vormerkstelle, so Auer. Vielfach seien die Betroffenen auch selber mit schuld am Stau bei den Zweitimpfungen. „Jeder hat seine Extrawünsche, was Termin und Ort seiner Zweitimpfung angeht“, sagt er. „Die Menschen müssen verstehen, dass die Corona-Impfung und deren Organisation nicht dasselbe ist, wie im Supermarkt ein Glas Nutella zu kaufen“, sagt Impf-Koordinator Auer. Aber auch er unterstreicht, dass alle, die ihre Zweitimpfungen abgesagt haben, innerhalb der vorgesehenen Frist einen neuen Termin bekommen.<BR /><BR />Noch weit komplexer als das Abarbeiten der Warteliste gestalten sich die Zweitimpfungen für all jene, die ihren ersten Piks außerhalb Südtirols erhalten haben. „Wenn das andernorts in Italien erfolgt ist, haben wir Zugriff aufs Impfregister und somit auf die Daten“, erklärt Auer.<BR /><BR /><b>Kein Einblick in Daten</b><BR /><BR /> Wenn aber jemand z.B. in San Marino die erste Corona-Impfung erhalten habe, hat der Sanitätsbetrieb keinen Einblick. In solchen Fällen muss sich der Betreffende von sich aus für die Zweitimpfung anmelden, und die von ihm gemachten Angaben müssen genauestens überprüft werden. „Für die Bearbeitung eines solchen Falles benötigen wir im Schnitt eine Stunde“, sagt Auer. Kein Wunder also, dass es sich derzeit bei den Zweitimpfungen ordentlich staut.<BR />