Trotz der vielen harmlosen Verläufe nach einer Ansteckung mit der Omikron-Variante geht ein Teil der Bevölkerung ein beträchtliches Risiko ein. <BR /><BR /><BR /><BR /> Die aktuelle Corona-Lage wirft einige Fragen auf, darunter: Warum stagnieren oder sinken die meisten Covid-Zahlen, jene der Todesopfer aber nicht? „Die Sterblichkeit ist der letzte Wert, der zurückgeht“, erklärt Dr. Patrick Franzoni, stellvertretender Covid-Einsatzleiter. Dass auch Geimpfte starben, sei damit zu erklären, dass vor allem ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen in einigen Fällen keinen ausreichenden Immunschutz entwickeln.<BR /><BR />Nicht nur die Zahl der Toten bleibt hoch – auf den Normalstationen sind dieser Tage so viele Patienten wie zuletzt im Frühjahr 2021 untergebracht. Wie berichtet, ging ein Teil der Betroffenen aus anderen Gründen ins Krankenhaus, wurde dort aber positiv getestet und weist kaum oder keine Symptome auf.<BR /><BR />Aber auch die Daten der letzten Monate haben gezeigt: Weniger Menschen landen aufgrund einer Covid-19-Infektion im Spital. Das ist einerseits mit der schützenden Wirkung der Impfung zu erklären. Andererseits ist die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs bei einer Ansteckung mit Omikron – der Variante, die für über 90 Prozent der Infektionen in Südtirol verantwortlich ist – niedriger. <h3> Wer ein Risiko eingeht</h3>„Niedriger heißt aber nicht 0 Prozent“, betont Dr. Franzoni. Nach wie vor gefährdet seien Nicht-Geimpfte sowie Menschen, die trotz Impfung keinen oder einen nicht ausreichenden Immunschutz aufgebaut haben. Darum gelte es, Corona nach wie vor sehr ernst zu nehmen. „Für ältere, fragile Leute ist der Kontakt mit Covid-19 nicht wie ein banaler Schnupfen“, mahnt Dr. Franzoni. <BR /><BR /> Bei den geimpften Corona-Todesopfern handle es sich überwiegend um ältere Menschen bzw. Personen mit Vorerkrankungen, deren Körper nicht auf die Impfung angesprochen hat. Außerdem sei „die Sterblichkeit der letzte Wert, der zurückgeht. Das kann man europaweit beobachten“, weiß Dr. Franzoni. Einige der Todesopfer seien auch noch mit der Delta-Variante infiziert gewesen. Diese lagen lange Zeit im Spital, „manche seit Dezember“, ehe sie starben, sagt der stellvertretende Covid-Einsatzleiter. <BR /><BR />Was die medikamentöse Bekämpfung einer Covid-19-Infektion anbelangt, unterstreicht Dr. Franzoni erneut, dass sie jenen schwächeren Menschen vorbehalten ist, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können bzw. trotz Impfung keinen ausreichenden Immunschutz haben.<BR />