<b>Von Irene Rapp</b><BR /><BR />40 bis 50 Tourengeher waren am 6. April zum Gipfel des Zuckerhütls unterwegs - mit 3507 Metern höchster Berg der Stubaier Alpen. Im letzten Abschnitt muss zu Fuß zum Gipfel gegangen werden, dort befinden sich daher ständig Wintersportler im Auf- bzw. Abstieg.<BR /><BR />Was dann genau passiert ist, hat Stephan Gröber von der Polizei Neustift in den vergangenen Wochen herauszufinden versucht ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/nordtirol-bergsteiger-stuerzt-ab-und-reisst-weitere-mit-5-verletzte" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">hier der Bericht von STOL</a>). Laut den ersten Meldungen sei ein Unbekannter abgestürzt, was dazu geführt hätte, dass 4 weitere Personen im Auf- bzw. Abstieg mitgerissen wurden und ebenfalls abstürzten.<h3> Verursacher des Unfalls sucht das Weite</h3>3 Tourengeher erlitten Verletzungen, einer davon schwere: Er musste u.a. wegen einer Schulterverletzung, einer Fraktur sowie eines Schädel-Hirn-Traumas behandelt werden. Der vermeintliche Verursacher war am Unfall-Ort jedoch nicht anzutreffen, suchte offensichtlich das Weite. Die Polizei bat daher in der Folge, dass sich diese Person bzw. weitere Zeugen melden sollten.<BR /><BR /><BR />Über zwei Monate ist das jetzt her. Doch: „Was genau passiert ist, kann immer noch nicht gesagt werden. Es liegen nämlich unterschiedliche Versionen des Unfallherganges vor“ sagt Gröber. Er hat in den letzten Wochen 10 Tourengeher befragt, der mehrere Seiten umfassende Akt wird heute an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1045281_image" /></div> <BR /><BR />Demnach meldete sich zwar der vermeintliche Unfall-Verursacher bei der Polizei. Er gab allerdings an, von jemandem gerempelt worden und deswegen zu Sturz gekommen zu sein. Ein anderer Tourengeher hingegen sagte aus, dass sich zwischen ihm und dem Mann vor ihm, der als Erster abgestürzt sei, niemand befunden habe.<BR /><BR />Pikantes Detail: Der Unfall-Verursacher erlitt bei dem Sturz nur leichte Verletzungen. Er setzte danach seinen Weg zum Gipfel fort, weil sich – so seine Angaben – inzwischen zahlreiche andere Tourengeher um die Abgestürzten gekümmert hätten.<BR /><BR />Jetzt wird die Staatsanwaltschaft den Vorfall prüfen. Gröbers Fazit: „Es steht Aussage gegen Aussage. Ein schwieriger Fall“.