„Es sind bereits zahlreiche Nutzungsvorschläge eingegangen“, sagt Obfrau Herta Burger Ausserer. <b>von Florian Mair</b><BR /><BR />Die Vorschläge für die künftige Zweckbestimmung der alten Volksschule in Burgstall könnten unterschiedlicher nicht sein: Sie reichen von der Umgestaltung in ein Haus der Vereine oder in ein Mehrgenerationenhaus über die Schaffung eines Kultur- und Kommunikationszentrums bis hin zur Unterbringung von Schulzweigstellen (Mittelschule und Musikschule), von Wohnungen, Start-up-Büros, eines Cafés und eines großen Saales, der für Feiern und andere Veranstaltungen vermietet werden könnte. <BR /><BR />„Während der nötigen Sanierung der Grundschule könnte der Schulbetrieb problemlos in der alten Volksschule weitergeführt werden“, meint Burger Ausserer. „Entschieden ist aber noch nichts, denn zuallererst muss das Gebäude aus der Habsburgerzeit renoviert werden.“ <BR /><BR />Derzeit steht die alte Volksschule nicht unter Schutz. „Das Denkmalamt würde das Gebäude auch nur dann unter Denkmalschutz stellen, wenn die Gemeinde bewusst darum ansucht und die ernste Absicht hat, etwas aus ihrem Baudenkmal zu machen“, berichtet die Obfrau des Burgstaller Heimatpflegevereins. „Unsere alte Volksschule ist ein schützenswertes Haus, das unbedingt erhalten werden muss.“ So sehe es glücklicherweise auch die Gemeindeverwaltung. <BR /><BR />Am meisten Sorgen bereitet den Heimatpflegern das undichte Dach: Laut Bürgermeister Othmar Unterkofler will die Gemeinde dieses Problem baldmöglichst beheben. Zudem soll bei der Gemeinderatssitzung am 30. April Geld aus dem Verwaltungsüberschuss 2023 für die Projektierung der Sanierung der alten Volksschule bereitgestellt werden. „Das ist derzeit nur ein Vorschlag, weil natürlich der Gemeinderat das letzte Wort hat“, betont der Burgstaller Bürgermeister.<BR /><BR />Obfrau Herta Burger Ausserer ergänzt: „Es gäbe die Möglichkeit, über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung Geld für die energetische Sanierung zu bekommen. Bis zu 80 Prozent der Kosten würden übernommen. Zwischen Juli und Ende Oktober muss darum angesucht werden. Für das Ansuchen braucht es aber ein Projekt.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1021734_image" /></div> <BR /><BR /><b>Ort für alle Burgstaller</b><BR /><BR />Die Obfrau betont auch, dass die alte Volksschule künftig der gesamten Bevölkerung, den italienisch- und deutschsprachigen Burgstallern, zur Verfügung stehen solle. „Denn in diesem Baujuwel sind einst italienisch- und deutschsprachige Kinder zur Schule gegangen“, blickt sie zurück. „Bereits um 1895 lebten viele Italiener in Burgstall, da es dort Steinbrüche gab, in denen die Menschen Arbeit fanden.“<BR /><BR />Einerseits brauchte es anno dazumal Steine für die Regulierung der Etsch, andererseits wurden Würfelsteine hergestellt. Die Überreste dieser Steinbrüche sieht man von der Seilbahn Burgstall-Vöran aus.<BR /><BR /><BR />