Bei 147 von 272 überprüften Betrieben - 54 Prozent - wurden Unregelmäßigkeiten festgestellt.<BR /><BR />Die Kontrollen fanden vom 1. bis zum 31. Juli in Bars und Gastronomiebetrieben in ganz Italien statt und wurden gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium durchgeführt. Die Ermittler nahmen zudem 53 Wasserproben für Laboranalysen. Insgesamt stellten sie 256 Verstöße fest und meldeten 126 Personen den zuständigen Verwaltungs- und Gesundheitsbehörden. Besonders schwer wiegen die Folgen für einige der kontrollierten Betriebe. In einem Fall stellten die Carabinieri eine strafrechtlich relevante Verletzung wegen des Verkaufs von Lebensmitteln mit irreführender Kennzeichnung fest. Hinzu kamen 255 Strafen unter anderem wegen falscher oder unvollständiger Angaben bei der Abgabe nicht vorverpackter Produkte sowie wegen hygienischer, baulicher, organisatorischer und genehmigungsrechtlicher Mängel. Die verhängten Geldstrafen summierten sich auf rund 175.000 Euro.<BR /><BR />Auch Wasser wurde beschlagnahmt. Die Ermittler stellten rund 2.000 Liter nicht gefiltertes Trinkwasser sowie sieben nicht vorschriftsgemäße Geräte sicher. In zehn Fällen wurde der Betrieb wegen hygienisch-baulicher oder fehlender Genehmigungsvoraussetzungen vorübergehend ausgesetzt. Der geschätzte kommerzielle Wert der betroffenen Unternehmen liegt bei rund 4,7 Millionen Euro.<BR /> Der Verbraucherschutzverband Codacons bezeichnete die Ergebnisse als „gravierend“ und forderte angesichts der bevorstehenden Ferragosto-Feiertage zusätzliche Kontrollen. Eine Beanstandungsquote von 54 Prozent sei insbesondere bei einem alltäglichen Produkt wie Wasser „inakzeptabel“. Gerade in den Sommerferien, wenn Millionen Menschen Bars und Restaurants in den italienischen Urlaubsregionen besuchen, müsse die Kontrolle verstärkt werden.<BR /><BR />Dabei geht es nicht nur um Hygiene. Die NAS stellten auch Verstöße bei den Angaben zur Art und Weise fest, wie Produkte verkauft und ausgeschenkt werden. Für Verbraucher müsse klar erkennbar sein, welches Wasser ihnen serviert wird und unter welchen Bedingungen. Der Codacons-Verband forderte deshalb vom Gesundheitsministerium und den NAS, die Kontrollen vor allem in stark frequentierten Ferienorten auch nach Abschluss der Juli-Kampagne fortzusetzen. Der Verband rief zugleich Verbraucher dazu auf, auffällige hygienische Zustände oder Unregelmäßigkeiten beim ausgeschenkten Wasser den zuständigen Behörden zu melden.